Mit dem Fahrrad durch Frankreich: Traumetappen inspiriert von der Tour de France 2026

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Radtourismus

Auf der Strecke der Tour de France Femmes 2025, zwischen Praz-sur-Arly und Châtel in den Alpen.
© A.S.O./Pauline Ballet - Auf der Strecke der Tour de France Femmes 2025, zwischen Praz-sur-Arly und Châtel in den Alpen.

Lesezeit: 0 MinVeröffentlicht am 29 Mai 2026

Weiter fahren, höher hinaus, intensive Naturerlebnisse genießen und außergewöhnliche Landschaften entdecken – genau dafür steht Radfahren in Frankreich. Inspiriert von den offiziellen Strecken der Tour de France und der Tour de France Femmes 2026 stellen wir einige der schönsten Etappen zwischen Pyrenäen, Jura, Vogesen, Alpen und Paris vor. Ob sportliche Herausforderung oder entspannte Familienroute: Diese Strecken verbinden Bewegung, Natur und französische Lebensart auf besonders nachhaltige Weise. Startschuss ist am 4. Juli 2026!

Die schönsten Etappen der Tour de France der Männer

Die Pyrenäen – legendäre Pässe und grandiose Landschaften

Von sanften Ausläufern bis zu imposanten Gletscherkesseln bieten die Pyrenäen intensive Naturerlebnisse und spektakuläre Panoramen. Die Straßen schlängeln sich durch Wälder, weite Täler und vorbei an hohen Gipfeln. Ambitionierte Radfahrer finden hier legendäre Anstiege, Familien dagegen entspannte Strecken entlang der Täler.

Rund um Les Angles, das bei der Tour de France 2026 erstmals im Mittelpunkt steht, führen markierte Wege durch die eindrucksvollen Landschaften der katalanischen Pyrenäen. Am 6. Juli erklimmen die Profis während der 3. Etappe die anspruchsvolle Bergankunft nach Les Angles. Die Station verwandelt sich dabei in ein großes Volksfest mit Musik, regionalen Spezialitäten und zahlreichen Aktivitäten rund ums Fahrrad.

Weiter westlich, rund um Pau und Lourdes am Fuße der Pyrenäen, laden familienfreundliche Strecken zu entspannten Touren durch die Natur ein. Besonders angenehm ist ein Abschnitt der Vélosud, der Pau mit dem berühmten Wallfahrtsort verbindet und entlang des Flusses durch ruhige Landschaften führt.

Am 9. Juli führt die 6. Etappe von Pau bis in die Vallées de Gavarnie. Sportliche Radfans können sich hier selbst an legendären Pässen versuchen:

  • der Col du Tourmalet über Sainte-Marie-de-Campan – ein Mythos der Tour de France,
  • oder der Anstieg nach Gavarnie-Gèdre am Fuß des UNESCO-geschützten Cirque de Gavarnie.

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Tourmalet-Pass in den Pyrenäen.
© Tolo / Adobe Stock - Tourmalet-Pass in den Pyrenäen.

Bordeaux – Radfahren zwischen Weinbergen

Rund um Bordeaux verändert sich die Landschaft: lange Geradeausstrecken, Weinberge und charmante Dörfer prägen die Region. Die Umgebung eignet sich ideal für genussvolle Fahrradtouren durch die Weinlandschaften des Médoc, von Saint-Émilion oder der Graves. Ein perfekter Einstieg sind die hervorragend ausgebauten Uferwege entlang der Garonne.

Am 10. Juli sprintet das Peloton der 7. Etappe über den neuen Pont Simone-Veil bis ins Ziel auf der Place des Quinconces – dem größten Platz Frankreichs. Danach können Besucher ihre eigene kleine Sprintankunft auf den breiten Uferpromenaden ausprobieren.

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Radtour durch die Weinberge von Bordeaux.
© Mathieu Anglada - Radtour durch die Weinberge von Bordeaux.

Die Auvergne – Vulkanlandschaften und anspruchsvolle Anstiege

Im Cantal zeigt sich die Auvergne von ihrer spektakulärsten Seite. Die 10. Etappe am 14. Juli – dem französischen Nationalfeiertag – führt von Aurillac bis Le Lioran durch eine eindrucksvolle Vulkanlandschaft mit anspruchsvollen Pässen wie dem Col de la Griffoul und dem Pas de Peyrol am Puy Mary.

Am folgenden Tag startet die Tour in Vichy, der berühmten Kurstadt und UNESCO-Welterbestätte. Hier lässt sich Frankreich besonders entspannt per Fahrrad entdecken: entlang eleganter Villen aus dem 19. und 20. Jahrhundert oder bei einer Pause in den grünen Parks Napoléon III und Kennedy.

 Der Lac du Guéry an der Straße nach Mont Dore in der Auvergne.
© PL.TH / Adobe Stock - Der Lac du Guéry an der Straße nach Mont Dore in der Auvergne.

Das Jura – zwischen Flüssen, Wäldern und ruhigen Straßen

Rund um Dole entfaltet der Jura seine ganze Vielfalt : ruhige Wege entlang der EuroVelo 6 und familienfreundliche Routen wie die Voie Grévy zwischen Dole und Mont-sous-Vaudrey führen durch Wälder und entlang von Flüssen.

Am 17. Juli startet hier die 13. Etappe Richtung Belfort. Ein guter Anlass, Doles historisches Zentrum mit seinen Kanälen, der Stiftskirche Notre-Dame und dem Geburtshaus von Louis Pasteur zu entdecken.

Auch bei der Tour de France Femmes stehen die Juraberge im Fokus – mit einer Etappenankunft in Poligny am 3. August.

Dole, im Jura-Gebirge.
© milosk50 / Adobe Stock - Dole, im Jura-Gebirge.

Die Vogesen – die stille Seite der Berge

Der Markstein verkörpert den Charakter der Vogesen perfekt: lange, regelmäßige Anstiege durch grüne Landschaften. Die 14. Etappe von Mulhouse nach Le Markstein am 18. Juli gilt mit 3.800 Höhenmetern als Königsetappe des Vogesenmassivs.

Nach dem Grand Ballon wartet kurz vor dem Ziel noch der gefürchtete Anstieg zum Col du Haag, bevor die Fahrer die Ziellinie in Markstein-Fellering erreichen.

NATURAL LANDSCAPES / Adobe Stock
© NATURAL LANDSCAPES / Adobe Stock

Die Alpen – Königsetappen vor grandioser Kulisse

Auf in die Alpen! Am 21. Juli steht ein mit Spannung erwartetes Einzelzeitfahren zwischen Évian-les-Bains und Thonon-les-Bains auf dem Programm. Die Strecke bietet herrliche Panoramablicke auf die Ufer des Genfersees. Familien finden hier zudem schöne flache Radwege, besonders auf den ersten Kilometern der ViaRhôna.

Ein weiteres großes Highlight erwartet die Zuschauer am 25. Juli bei der 20. Etappe: die legendäre Auffahrt nach Alpe d’Huez mit ihren berühmten 21 Kehren ab Bourg-d’Oisans. Mit insgesamt 5.600 Höhenmetern gehört diese Etappe zu den spektakulärsten der gesamten Tour.

Die Kurven der Alpe d'Huez in den Alpen.
© Relief Drone / Adobe Stock - Die Kurven der Alpe d'Huez in den Alpen.

Die Südalpen – Licht, Weite und alpine Traditionen

In den Südalpen wirkt die Bergwelt heller und mediterraner. Am Donnerstag, den 23. Juli, erreicht die Tour die Bergstation Orcières-Merlette, bevor sie am nächsten Tag in Gap startet. Zwischen Gap und Orcières überwinden die Fahrer den Col Bayard auf 1.248 Metern Höhe.

Kenner warnen hier vor der berühmten „barre du Champsaur“ – einer dichten Wolkendecke, die häufig das Drac-Tal bedeckt und bis zum Col Bayard reicht, während in Gap gleichzeitig strahlender Sonnenschein herrscht.

Nutzen Sie Ihren Aufenthalt in den Südalpen auch, um das alpine Kunsthandwerk im Écomusée de l’artisanat des Hautes-Alpes in Gap kennenzulernen. Traditionelle Techniken von Holzschuhmachern, Schmieden und Stellmachern werden dort lebendig vermittelt.

Die Lacs les Jumeaux in Orcières Merlette, in den Südalpen.
© IMAREVA / Adobe Stock - Die Lacs les Jumeaux in Orcières Merlette, in den Südalpen.

Paris – großes Finale auf den Champs-Élysées

Am Sonntag, den 26. Juli, kehrt die Tour de France der Männer für das große Finale der 21. Etappe nach Paris zurück. Von Thoiry aus fährt das Peloton mehrmals spektakulär über die Butte Montmartre und die Rue Lepic – jene Straßen, die bereits bei den Olympischen Spielen 2024 für Begeisterung sorgten –, bevor das große Finale auf den Champs-Élysées ausgetragen wird.

Butte Montmartre, in Paris.
© A.S.O./Bastien Séon - Butte Montmartre, in Paris.

Höhepunkte der Tour de France Femmes 2026

Burgund – Radfahren zwischen Weinbergen und Genuss

Das Burgund bietet ideale Bedingungen für genussvolle Radtouren mit Freunden – zwischen geschwungenen Straßen, traditionsreichen Weinbergen und kulturellen Entdeckungen. Am 4. August führt die 4. Etappe der Tour de France Femmes über ein 21 Kilometer langes Einzelzeitfahren von Gevrey-Chambertin nach Dijon. Das Peloton fährt dabei entlang der berühmten Route des Grands Crus durch Brochon, Fixin, Couchey und Marsannay-la-Côte. Eine wunderschöne Strecke, die sich hervorragend eignet, um sie später im eigenen Tempo nachzufahren.

Am folgenden Tag, dem 5. August, starten die Fahrerinnen in Mâcon Richtung Belleville-en-Beaujolais durch die sanften Hügel des Beaujolais. Familien genießen rund um Mâcon besonders sichere und angenehme Touren entlang der Saône auf der Voie Bleue.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, verlängert seinen Aufenthalt in den Weinbergen der Côte de Nuits und der Côte de Beaune und entdeckt Beaune – die wunderschöne befestigte Stadt gilt als Hauptstadt der Burgunderweine.

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Fixin, an der Route der Burgunder Grand-Cru-Weine.
© MARC MEINAU / Adobe Stock - Fixin, an der Route der Burgunder Grand-Cru-Weine.

Provence – die Königinsetappe am Mont Ventoux

Am 7. August verspricht die 7. Etappe der Tour de France Femmes zwischen La Voulte-sur-Rhône und dem Mont Ventoux einen historischen Moment. In der Provence erwartet die Fahrerinnen die anspruchsvolle Schlussauffahrt auf den „Giganten der Provence“ über die schwierigste Strecke ab Bédoin.

Wer den Mont Ventoux selbst mit dem Fahrrad erleben möchte, kann die Ostseite ab Sault wählen – länger, aber deutlich zugänglicher. Vorsicht allerdings vor der sommerlichen Hitze und den starken Windböen am Gipfel.

Am nächsten Tag, dem 8. August, startet das Peloton in Sisteron Richtung Nizza. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Sisteron zu entdecken – die „Perle der Haute-Provence“, die von ihrer imposanten Zitadelle hoch über der Durance dominiert wird.

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Der Mont Ventoux in der Provence.
© abasler / Adobe Stock - Der Mont Ventoux in der Provence.

Côte d’Azur – zwischen Himmel und Meer

Am Sonntag, den 9. August, erlebt die Tour de France Femmes 2026 ihr spektakuläres Finale in Nizza. Die letzte Etappe umfasst eine intensive 99-Kilometer-Schleife mit gleich vier Auffahrten zum Col d’Èze. Das große Finale findet auf der berühmten Promenade des Anglais statt.

Wer die Strecke selbst entdecken möchte, sollte den Col d’Èze zumindest einmal erklimmen, um den grandiosen Blick auf das Mittelmeer zu genießen – bevor eine wohlverdiente Abkühlung im Meer wartet.

Das Dorf Èze in der Nähe von Nizza an der Côte d'Azur.
© Francois Roux / Adobe Stock - Das Dorf Èze in der Nähe von Nizza an der Côte d'Azur.

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Von Marie Raymond

Journalistin

Marie ist Journalistin für Tourismus und Kultur und hat eine echte kleine Schwäche: Sie schreibt überall, aber auf keinen Fall in einem Büro. Sie lässt sich vom Zeitgeist und aktuellen Bewegungen inspirieren.

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