Frankreich, das weltweit führende Reiseziel, verspricht auch 2026 wieder ein besonderes Erlebnis. Es gibt viele Gründe, das Hexagon zu entdecken oder neu zu erleben, und Reisende werden bei großen Sport-, Kultur- und Traditionsveranstaltungen voll auf ihre Kosten kommen. Auch in Sachen Lebensart zeigt sich Frankreich von seiner kreativen Seite: Neue Prestigehotels und innovative, engagierte Restaurants laden zum Genießen ein.
Kultur pur erleben

Wie jedes Jahr hat Frankreich auch 2025 kulturell einiges geboten, darunter ein Höhepunkt: die Eröffnung der Fondation Cartier am Place du Palais-Royal. Untergebracht in einem von Jean Nouvel entworfenen Gebäude, bietet sie einen lichtdurchfluteten Raum für zeitgenössische Kunst, der Begegnungen zwischen Künstlern, Publikum und neuen Ausdrucksformen fördert. Auch 2026 versprechen die kulturellen Veranstaltungen wieder besonders ambitioniert zu werden!
- Das Jahr markiert unter anderem den 100. Todestag von Claude Monet, begleitet von einem umfangreichen Kulturprogramm. In der Normandie und der Île-de-France, den Wiegen des Impressionismus, kann man eine immersive Reise durch die Landschaften unternehmen, die den Maler inspirierten – vorbei an Künstlerhäusern, herausragenden Museen und unberührter Natur. Im Musée des Impressionnismes Giverny widmet sich die Ausstellung „Avant les nymphéas. Monet découvre Giverny, 1883–1890“, ab dem 27. März, den frühen Jahren des Künstlers in dem normannischen Dorf, in dem er seine berühmte Seerosen-Serie schuf. Und natürlich lohnt sich immer ein Spaziergang durch die Hauptstadt, sei es im Musée de l'Orangerie, im Musée Marmottan oder im Musée d’Orsay, um die Meisterwerke des Künstlers erneut zu bewundern.
- Ein weiteres künstlerisches Highlight entsteht in Massy-Palaiseau, wo das Centre Pompidou Francilien – Fabrique de l’art im Herbst 2026 seine Türen öffnet. Dieses einzigartige Projekt vereint die Sammlungen des Centre Pompidou und des Musée National Picasso-Paris in einem kulturellen und kreativen Zentrum, das Bewahrung, Forschung, Vermittlung und künstlerische Produktion miteinander verbindet. Besucher können die Restaurierung eines Gemäldes beobachten, die Depots erkunden, an Workshops teilnehmen und Künstler in Residenz treffen.
- Nachdem die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, öffnet das Musée de la Vie Romantique im ehemaligen Wohnhaus des Malers Ary Scheffer am Fuße des Montmartre wieder seine Räume. Der Rundgang durch die Dauerausstellungen wurde komplett neu gestaltet, wobei der Geist des Ortes bewahrt wurde. Die Teestube im Garten ist nach wie vor eine Oase der Ruhe, in der man in das Paris des 19. Jahrhunderts eintauchen kann.
- In Toulouse, erfindet sich eine weitere kulturelle Institution neu. Nach sechsjähriger Schließung sind die bedeutenden Sammlungen des Musée des Augustins wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Neben einer modernen Ausstellungsgestaltung, die den Dialog zwischen historischen Meisterwerken und zeitgenössischer Kunst in den Mittelpunkt stellt, verfügt das Museum nun über einen neu gestalteten Eingangsbereich sowie eine kombinierte Boutique-, Buch- und Cafézone.

Eintauchen in zauberhafte Welten

Frankreich bietet zahlreiche unverzichtbare Freizeitparks, darunter den Parc Astérix, den Jardin d’Acclimatation und das Futuroscope in Poitiers. Und 2026 verspricht besonders festlich zu werden – in Disneyland Paris! Ab dem 29. März 2026 eröffnet der Park ein neues Universum rund um die Eiskönigin. Fans dieses Kultfilms können sich freuen, die Gassen von Arendelle hautnah zu erleben.
Im neuen zauberhaften Bereich erwarten die Besucher:
- die Attraktion Frozen Ever After – eine musikalische Bootsfahrt von der Nordbergspitze bis zum Eispalast von Elsa
- belebte Gassen und eine fabelhafte Show auf der Lagune direkt vor dem Schloss von Arendelle
- ein Restaurant und nordisch inspirierte Shops
Eine perfekte Gelegenheit, Elsa, Anna, Olaf, Sven & Co. persönlich zu treffen.
Das historische und moderne Architekturerbe entdecken
Das französische Kulturerbe bleibt ein wahres Schatzkästchen. Nach der Wiedereröffnung von Notre-Dame, einem emotionalen Höhepunkt im vergangenen Jahr, bietet auch 2026 zahlreiche Gelegenheiten, die Schönheit des Erbes zu erleben.
- Die Tour Triangle, seit 2021 im Bau, wird im Sommer 2026 eingeweiht. Mit ihrer trapezförmigen Silhouette, 42 Stockwerken und 180 Metern Höhe wird sie das dritthöchste Gebäude von Paris nach dem Eiffelturm und dem Tour Montparnasse sein. Das neue Pariser Wahrzeichen beherbergt Büros, ein Hotel, Geschäfte, öffentliche Räume und ein Panoramarestaurant. Ein Teil der Energie wird durch Solarkollektoren gewonnen, und ein 8.000 m² großer öffentlicher Garten begleitet das Projekt – ein Beispiel für mutiges und nachhaltiges Design.
- Ebenfalls in Paris wird die Pont Neuf in eine gigantische immersive „Stadtgrotte“ von JR verwandelt, die den Besuchern ein künstlerisches und historisches Erlebnis bietet. Ursprünglich für 2025 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Verpackung des Pont-Neuf durch Christo und Jeanne-Claude geplant, wurde die Inszenierung verschoben und sollte nun nicht verpasst werden.
Neue, stilvolle Wohlfühlorte entdecken

Die französische Hotellerie überrascht weiterhin mit Mut, Raffinesse und einer beeindruckenden Vielfalt – von urbanen Palaces über ländlichen Anwesen und umweltfreundlichen Unterkünften. Jedes Jahr kommt eine neue Auswahl an außergewöhnlichen Adressen hinzu.
- Das größte Ereignis 2026 ist die Eröffnung des weltweit ersten Louis-Vuitton-Hotels an der Avenue des Champs-Élysées 103–111. Das 6.000 m² große Haus in einem Haussmann-Gebäude, früher Sitz einer Bank, wird neben eleganten Zimmern auch ein Café, einen Geschenkeladen, eine Chocolaterie und eine permanente Ausstellung mit internationalen Künstlern bieten, die mit Louis Vuitton zusammengearbeitet haben.
- Auch in Paris und seiner Region stehen mehrere Neueröffnungen bevor. Nur wenige Schritte vom Arc de Triomphe entfernt, im eleganten 16. Arrondissement, wird eine ehemalige Brasserie an der Avenue Victor Hugo zu L’Aventure, einem exklusiven Fünf-Sterne-Hotel mit 24 Zimmern. Das Haus verbindet klassische Pariser Eleganz mit mutigem Design und bietet ein gehobenes Restaurant sowie einen privaten Club. Weiter westlich, auf der Île Seguin, etabliert sich Pointe des Arts als neue Adresse im Großraum Paris: ein modernes Urban Resort, gestaltet von Maison Sarah Lavoine und in unmittelbarer Nähe zur Seine Musicale. Das Ensemble umfasst 230 Zimmer, einen Spa-Bereich, eine Dachterrasse sowie ein Panoramarestaurant mit Blick auf die Seine.
- In den Pyrenäen wird die Hôtellerie des Laquets, auf 2.620 Metern Höhe am Pic du Midi gelegen, ein lange verlassenes historisches Gebäude zu neuem Leben erwecken. Per Seilbahn erreichbar, bietet das Hotel sechzehn zeitgenössische Zimmer mit Blick auf einen der schönsten Sternenhimmel Europas: Sonnenaufgänge über den Gipfeln, die Stille der Höhe, Höhen-Gastronomie und astronomische Beobachtungen von verglasten Terrassen aus.
- Auch für die Hotellerie in Burgund verspricht 2026 ein herausragendes Jahr zu werden. Inmitten der von der UNESCO geschützten Weinlandschaften entstehen mehrere außergewöhnliche Adressen. In der Nähe des Clos de Vougeot zieht Les Sources in das Château de Gilly ein, eine ehemalige Zisterzienserresidenz aus dem 14. Jahrhundert, und bietet eine stilvolle Auszeit in den berühmten „Climats“ der Côte de Nuits. In Meursault verwandelt die Fontenille Collection das Château de Cîteaux in ein genussorientiertes Haus mit 36 Zimmern über mittelalterlichen Weinkellern. In Pommard schließlich wird das 1112 gegründete Château La Commaraine zu einem wahren „Palais der Weinberge“: umgeben von 3,6 Hektar Premier-Cru-Lagen, mit 37 Zimmern, Spa, Pool und mehreren Gourmetrestaurants rund um die großen Weine Burgunds.
- Im Herzen des Loiretals bereitet sich Amboise auf die Eröffnung seines ersten Fünf-Sterne-Hotels vor. Das Relais d’Amboise, initiiert vom Eigentümer des Relais de Chambord, vereint zwei historische Stadthotels zu einem neuen Haus mit 63 Zimmern. Highlights sind ein Spa in troglodytischen Höhlen, eine Dachterrasse mit Blick auf die Loire und das Königsschloss sowie ein integriertes Kunstzentrum.
- Auch an der Atlantikküste stehen zahlreiche Neueröffnungen bevor. Auf der Île d’Oléron fügt sich das Bel Hôtel Oléron Thalasso & Spa – MGallery harmonisch in die unberührte Natur ein und setzt auf moderne Thalassotherapie sowie erlebnisorientierte Angebote rund um den Ozean. Gegenüber der legendären Bucht von La Baule eröffnet das Hôtel & Spa Amoria (Radisson Individuals) mit 46 Zimmern, umfassendem Spa und Rooftop mit Meerblick. In Les Sables-d’Olonne präsentiert sich das Hôtel Cœur Marin, nur wenige Schritte von der Grande Plage entfernt, mit entspannter Eleganz und maritimem Flair – inklusive Panoramadachterrasse. Am Cap Ferret schließlich schafft Villa Colette, entworfen von Philippe Starck, die Atmosphäre eines luxuriösen Ferienhauses im Herzen des Bassin d’Arcachon, zwischen üppigem Garten und zeitlos-schickem Lebensgefühl.
- Richtung Côte d’Azur: Nur zehn Minuten von Bandol entfernt erlebt die Insel Bendor ab Mai 2026 einen umfassenden Neustart. Das von der Familie Ricard und Zannier Hotels getragene Projekt umfasst ein Hotel mit 93 Zimmern, verteilt auf drei Bereiche zwischen Pinienwald, Hafen und Küste. Hinzu kommen acht Restaurants und Bars, ein 1.200 m² großer Wellnessbereich, Sporteinrichtungen, eine Kunstgalerie, Ateliers für Kunsthandwerk sowie ein Kinderclub – eine echte All-in-one-Destination.
- Auch die Überseegebiete sind Teil dieser Dynamik. In Guadeloupe entsteht in der Bucht von Le Moule das Pullman Royal Key Wellness Resort, das erste Pullman-Hotel der Accor-Gruppe in der französischen Karibik. In unmittelbarer Nähe zu Strand und Surfspots setzt das Vier-Sterne-Haus mit 102 Zimmern und Suiten auf ganzheitliches Wohlbefinden, einen hochwertigen Spa-Bereich und zeitgenössisches Design, inspiriert von lokaler Kunst.
Grüne Nester

Sportliche Höchstleistungen erleben

Nach den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris 2024 ist es eine Freude, weiterhin hochkarätige Wettkämpfe in Frankreich zu erleben.
- 2026 finden mehrere internationale Sportereignisse im ganzen Land statt. Den Anfang macht die 113. Ausgabe der Tour de France, die am 4. Juli in Barcelona startet und am 26. Juli in Paris endet. Mit 21 Etappen, neuen Bergstrecken und bislang unentdeckten Städten verspricht die Tour ein grandioses Spektakel – sowohl sportlich als auch landschaftlich.
- Nicht zu verpassen ist auch die Rugby-7-Weltmeisterschaft, deren letzte Etappe vom 5. bis 7. Juni in Bordeaux im Stade Atlantique ausgetragen wird. Ebenso spannend werden die Europameisterschaften im Schwimmen, die vom 31. Juli bis 16. August im Olympischen Aquatikzentrum von Saint-Denis sowie in der Seine für die Freiwasserprüfungen stattfinden – ein starkes Zeichen für das Erbe von Paris 2024.
Auf die Plätze, fertig, los!

Französisches Savoir-faire entdecken
Frankreich ist reich an jahrhundertealten Handwerkstraditionen – und neugierige Reisende haben oft die Gelegenheit, sie bei offenen Werkstatttagen, Kursen oder praktischen Aktivitäten hautnah zu erleben. In diesem Sinne sind die Europäischen Tage des Kunsthandwerks vom 7. bis 12. April 2026 ein absolutes Highlight. Glasbläserei, Keramik, Lederverarbeitung und viele weitere Disziplinen öffnen in diesen Tagen ihre Werkstätten für die Öffentlichkeit und bieten einen authentischen Einblick in das französische Kunsthandwerk – fernab der klassischen touristischen Pfade.
Neue Geschmackswelten entdecken

Die französische Gastronomie erfindet sich ständig neu – besonders durch die Eröffnung kreativer und vielversprechender neuer Restaurants.
- In Paris, im Herzen des Marais, eröffnet der Chef Eloi Spinnler seine dritte Adresse, die Feinschmecker aus aller Welt anziehen dürfte. Das neue Restaurant Envie – le banquet ist ein stilvolles All-you-can-eat-Buffet, das Großzügigkeit, Frische und Raffinesse verbindet. Rund hundert Gerichte stehen zur Auswahl: 60 herzhafte Speisen (davon etwa zwanzig vegetarische), dazu 25 Käsesorten und 15 Desserts. Unser Favorit: die Pastetenbar!
- In der Bretagne erwartet Genießer eine neue kulinarische Etappe zwischen Saint-Malo und dem Mont-Saint-Michel. Dames, gegründet von Marine Hervouet und Pascaline Albicini, serviert eine elegante Küche rund um Fisch und Meeresfrüchte, saisonales Gemüse und bretonisches Fleisch – in einem ehemaligen Routier, der in ein warmes und lebendiges Restaurant verwandelt wurde.
- In Lyon bietet Wine You Want im frisch renovierten Collège Serin regionale Gerichte und eine sorgfältige Auswahl an Weinen des Küchenchefs Hubert Vergoin – ein neuer Treffpunkt für alle, die Wein und gute Gastronomie lieben. Bon appétit !
Grüner Michelin-Stern

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Von Marie Raymond
Journalistin
Marie ist Journalistin für Tourismus und Kultur und hat eine echte kleine Schwäche: Sie schreibt überall, aber auf keinen Fall in einem Büro. Sie lässt sich vom Zeitgeist und aktuellen Bewegungen inspirieren.










