Von den türkisfarbenen Schluchten des Verdon bis zu den schneebedeckten Gipfeln des Écrins, von den hochgelegenen Dörfern der Côte d’Azur bis zu den nach Lavendel duftenden Hochebenen laden die Südalpen zwischen Provence und Alpengipfeln zum Träumen ein. Surfen auf dem See von Serre-Ponçon, Sternbeobachtung im Naturpark Queyras, Slalomfahren zwischen den Tannen in den Skigebieten des Mercantour, Entspannen in den Grands Bains du Monêtier in Serre-Chevalier, Genießen einer Heidelbeertorte im Dévoluy... Entdecken Sie die unverzichtbaren Aktivitäten in den Südalpen.
In den Skigebieten

Die Pisten von Auron und Isola 2000 unter der Sonne hinuntersausen
Nur 100 Kilometer von der Promenade des Anglais entfernt verbinden die Bergstationen im Mercantour mediterrane Sonne mit hochalpinem Schnee. Auf den Pisten von Auron und Isola 2000 findet jeder sein eigenes Terrain: Alpin-Ski, Freeride, Schneeschuhwanderungen … und erste Abfahrten für Anfänger. Diese Skigebiete der Südalpen begeistern sowohl Familien als auch passionierte Wintersportler. Badeanzug adé, Skianzug an – und schon starten die Winterferien!
Schneeschuhe in Pra Loup ausleihen
Im Ubaye-Tal verzaubert die Station Pra Loup mit ihrer gemütlichen Atmosphäre und den dichten Wäldern. Im Winter laden markierte Wege zu Schneeschuhwanderungen zwischen den Kiefern ein. Jeder Schritt knirscht im frischen Schnee, während die Ruhe der Berge einen starken Kontrast zum Trubel am Talboden bildet. Im Sommer verwandelt sich das Gebiet in ein Paradies für Wanderer und bietet atemberaubende Ausblicke auf die alpinen Gipfel und blühenden Almen. Ein Genuss, die Berge zu jeder Jahreszeit in vollen Zügen zu erleben.
Slalom fahren in Risoul und Akrobatik in Vars
Zwischen Vars und Risoul trägt das Skigebiet „Forêt Blanche“ seinen Namen zu Recht. Skifahrer und Snowboarder können in einem der größten Snowparks der Alpen Figuren und Sprünge ausprobieren, während die breiten, von Lärchen gesäumten Pisten zu entspannten Abfahrten durch den Wald einladen. Am Gipfel spürt man dieses einzigartige Gefühl von Freiheit, das nur der Wintersport bieten kann.
Den Charme der Bergdörfer entdecken
Ruhige Pisten im Wald, traditionelle Chalets aus Stein oder Holz, gemütliche Atmosphäre, handwerkliche Entdeckungen … Wer die Berge entspannt (und preiswert) genießen möchte, verbringt am besten Zeit in einem der Bergdörfer der Südalpen. Ancelle, Montclar oder Gréolières-les-Neiges – nun heißt es nur noch, das nächste gemütliche Bergnest auszuwählen.
Im Sommer die Hänge von Valberg per Mountainbike hinunterrauschen
Wenn der Schnee schmilzt, zeigt Valberg neue Farben, und die Skipisten verwandeln sich in Mountainbike-Strecken. Zwischen schnellen Kurven und technischen Passagen sorgt jede Abfahrt für einen Adrenalinkick und eine direkte Verbindung zur Bergflora – durch Lärchenwälder und blühende Wiesen. Eine andere Art, die Berge zu entdecken und sie gleichzeitig zu respektieren.
Über Les Orres fliegen auf der längsten Zipline Frankreichs
Adrenalin pur in Les Orres! An einem über 1.800 Meter langen Seil befestigt, sausen Abenteuerlustige in nur 90 Sekunden über die Station der Südalpen – Arme und Augen weit geöffnet, mit Blick auf die Gipfel des Écrins-Massivs. Ob allein oder zu zweit, die Abfahrt bietet atemberaubende Ausblicke auf das Serre-Ponçon-Tal.
Auf den Gipfeln und in den Naturparks

Wandern rund um den Lac d’Allos im Nationalpark Mercantour
Auf 2.200 Metern Höhe ist der Lac d’Allos der größte natürliche Hochgebirgssee Europas – ein türkisfarbenes Spiegelbild mitten im Mercantour-Nationalpark. Von der Cayolle-Passhöhe oder dem Dorf Allos schlängeln sich die Wanderwege durch alpine Wiesen, Bäche und Lärchenwälder. Im Sommer trifft man Murmeltiere und Gämsen und genießt den Blick auf Sandsteintürme und alpine Gipfel. Eine belebende Wanderung, die Anstrengung, Staunen und Naturerlebnis perfekt verbindet.
Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Écrins beobachten
Im Écrins-Nationalpark werden aufmerksame Augen und leise Schritte mit unvergesslichen Begegnungen belohnt. Steinböcke und Gämsen streifen über die Grate, Steinadler und Bartgeier kreisen über den Tälern, während Almen und blühende Wiesen Edelweiß und Enziane einen malerischen Rahmen bieten. Von den Dörfern La Grave, Vallouise oder dem Valgaudémar-Tal aus eröffnet sich die ganze wilde Vielfalt des Massivs – von ewigen Gletschern über rauschende Bäche bis zu schroffen Gipfeln.
Den Gipfel des Estrop erklimmen, zwischen Provence und Alpen
Als Wächter der Südalpen erhebt sich der Gipfel des Estrop auf 2.961 Meter. Vom gleichnamigen Refuge aus wagen sich die Mutigsten auf eine Panorama-Route, die das Tal von Digne-les-Bains erschließt. Alpine Wiesen, Bäche und felsige Grate begleiten den Aufstieg, während sich der Blick nach und nach auf die benachbarten Gipfel öffnet und atemberaubende Aussichten bietet.
Im Himmel über Gourdon beim Paragliding abheben
Auf seinem Felsenplateau gelegen, zählt Gourdon zu den „Plus beaux villages de France“ und bietet den perfekten Startpunkt für Paragliding über die Gorges du Loup. Der Flug beginnt an den Klippen, und schnell eröffnet sich der Blick über das Tal, die auf Felsen thronenden Dörfer wie Tourrettes-sur-Loup und in der Ferne das Mittelmeer. Jede Bewegung in der Luft zeigt ein neues Perspektive auf die Südalpen – ein atemberaubendes Erlebnis, in dem Adrenalin und Staunen verschmelzen.
Von Pass zu Pass radeln auf den Spuren der Tour de France
Bonette, Cayolle, Izoard, Agnel, Vars oder Lautaret … Namen, die für Radsportfans und Tour-de-France-Begeisterte wie Legenden klingen! Durch Wälder, Almen und verschneite Gipfel führt die Route des Grandes Alpes über mehrere dieser legendären Pässe. Ob mit oder ohne E‑Bike – die Anstrengung wird mit 360°-Panoramen und malerischen Bergdörfern belohnt, die sich hinter jeder Kurve offenbaren.
Die Sterne in Saint-Véran berühren im Naturpark Queyras
Auf 2.040 Metern Höhe ist Saint-Véran eines der höchsten Dörfer Europas, mitten im Regionalen Naturpark Queyras. Nach einer Tageswanderung geht das Staunen nachts weiter. Dank des klaren Himmels und der abgeschiedenen Lage der Talregion offenbart sich die Milchstraße mit bloßem Auge – funkelnd über den Stein- und Lärchenchalets. Das zehn Kilometer vom Dorf entfernte Observatorium ermöglicht die Beobachtung von Planeten und Nebeln.
In den Bergen
Provence

Am Wasser

Auf den türkisfarbenen Wassern der Verdon paddeln und im Lac de Sainte-Croix mit dem Stand-up-Paddle abschließen
Die Gorges du Verdon schlängeln sich spektakulär durch die Landschaft und bilden eine der größten Schluchten Europas, Jahrtausende fließenden Wassers haben sich durch den Kalkstein gefressen. Mit dem Kanu folgt man dem türkisfarbenen Flusslauf ab dem Dorf Castellane, zwischen über 700 Meter hohen Felsen und smaragdgrünen Spiegelungen. Am Eingang des Lac de Sainte-Croix beruhigt sich die Strömung – ein riesiger alpiner See, gesäumt von wilden Buchten. Hier tauscht man das Paddel gegen ein Stand-up-Paddle, gleitet über die Wasseroberfläche, springt ins kühle Nass oder macht ein Picknick am Ufer. Weiter südlich bieten die Seen von Esparron und Quinson eine ruhigere Variante des Verdon, zwischen engen Schluchten und unberührter Natur. Ein abenteuerliches, sonnendurchflutetes Szenario zwischen Wäldern und Wasser.
Einen Sprung in die Gorges de la Méouge bei Sisteron wagen
Am Rande des Regionalen Naturparks der Baronnies provençales windet sich die Méouge zwischen hellen Buëch-Felsen und thymduftenden Hügeln. Sie hat eine 4 Kilometer lange Schlucht gegraben, mit Wasserfällen, natürlichen Becken und kleinen Steinbrücken. Im Sommer setzt man sich auf einen von der provenzalischen Sonne erwärmten Felsen, lauscht dem Plätschern des Wassers und springt in glasklares, 25 °C warmes Wasser. Ein kleines Paradies, zugleich wild und zugänglich.
Über die funkelnden Wellen des Lac de Serre-Ponçon surfen
Östlich von Gap breitet sich der Lac de Serre-Ponçon wie ein Binnenmeer am Fuße der Südalpengipfel aus. Mit seinen türkisfarbenen Buchten und Kiefernstränden ist er einer der größten und schönsten Stauseen Europas. Windsurfen, Paddle oder sogar E-Surf – die Möglichkeiten auf dem Wasser sind nahezu grenzenlos. Man gleitet vor dem Morgon-Gipfel, legt in einer wilden Bucht zum Mittagsschlaf an und bewundert die kleine Kapelle Saint-Michel auf ihrer Insel. Ein Ort voller Leben und zugleich voller Ruhe.
Den Voile de la Mariée im Valgaudémar bewundern
Im Herzen des Écrins-Massivs stürzt der Gioberney-Bach über 100 Meter in die Tiefe – der „Brautschleier“-Wasserfall. In der Luft wirbelnde Wassertröpfchen formen eine feine, flüssige Spitze. Ein Naturschauspiel, begleitet vom Donnern des Wassers, erreichbar über einen von Lärchen und alpinen Blumen gesäumten Weg, der durch Wiesen führt.
Farbenpracht im „Nizza-Colorado“ erleben
Am Tor zum Mercantour-Nationalpark eröffnen die Schluchten von Cians und Daluis Landschaften wie aus einer anderen Welt – weniger als 100 Kilometer von Nizza entfernt. Rote und rosafarbene Schieferfelsen wechseln sich in Kurven ab, durchsetzt mit Brücken und Tunneln im Fels. Wanderer genießen die Aussicht auf Hängewegen, Fotografen fangen die ständig wechselnden Lichtreflexe ein. Radfahrer sitzen auf den kurvigen Straßen in der ersten Reihe, zwischen schwindelerregenden Panoramen und auf Felsen thronenden Dörfern. Ein flammendes Naturspektakel bei jedem Schritt.
In die Gorges du Loup springen
Wer der Sommerhitze an der Côte d’Azur entfliehen möchte, taucht in die Flüsse des Hinterlands ein. Ab in die Gorges du Loup, unweit von Grasse, für einen Nachmittag Canyoning. Man springt in die klaren Becken des Saut-du-Loup, rutscht über natürliche Wasserrutschen, geformt von den glatten Felsen, und erfrischt sich nach einem Strandtag in den durchsichtigen Wasserbecken.
In Bergdörfern und Alpenstädten

Auf den Spuren Vaubans in Briançon und Mont-Dauphin
Die zum UNESCO-Welterbe zählenden Festungsanlagen von Briançon und Mont-Dauphin laden zu einer Zeitreise auf den Spuren des Ingenieurs von Ludwig XIV. ein. In Briançon, der höchstgelegenen befestigten Stadt Europas, folgt man den Stadtmauern hoch über dem Zusammenfluss von Durance und Guisane – mit Blick auf die funkelnden Gipfel des Écrins-Massivs. Weiter südlich thront Mont-Dauphin auf einem Felssporn in 1.050 Metern Höhe, seine Bastionen und rosafarbenen Kasernen streng ausgerichtet über den Schluchten des Guil. Ganz in der Nähe ergänzt das Fort von Château-Queyras diesen historischen Verteidigungsriegel der Südalpen.
Die prähistorischen Felsgravuren im Vallée des Merveilles entschlüsseln
An den Hängen des Mont Bégo, nahe Tende – dem Tor zum Mercantour-Nationalpark – zieren über 40.000 mehr als 5.000 Jahre alte Gravuren die ockerfarbenen Felsen. Hirsche, Waffen und menschliche Figuren treten nach und nach hervor. In Begleitung eines Guides wandert man auf den Spuren der ersten Bewohner der Alpen durch eine geheimnisvolle, mineralische Landschaft.
Sur les pentes du mont Bégo, près de Tende, porte du Parc national du Mercantour, plus de 40 000 gravures vieilles de cinq millénaires ornent les roches ocre. Cerfs, armes, figures humaines se dévoilent sous vos yeux. Accompagné d’un guide, marchez sur les traces des premiers habitants des Alpes, dans un décor minéral chargé de mystère.
Mit dem „Train des Merveilles“ bis nach Tende reisen
Von Nizza nach Tende überquert der Train des Merveilles Viadukte und durchfährt Tunnel, um das Mittelmeer mit den Alpentälern zu verbinden. Unterwegs zeigt sich Sospel mit pastellfarbenen Fassaden und barocken Kirchen – Zeugen einer künstlerischen Blütezeit, die heute bei Musikfestivals gefeiert wird. Weiter nördlich klammert sich das Franziskanerkloster von Saorge wie ein schwebender Balkon an die Felswand über dem Roya-Tal. In Tende angekommen, schlendert man durch Gassen mit reich verzierten Portalen und vergoldeten Altarbildern und setzt diese barocke Reise mitten in den Bergen fort.
Durch die Gassen von Colmars-les-Alpes schlendern
Auf 1.250 Metern Höhe, zwischen den Gorges du Verdon und dem Mercantour-Nationalpark, zählt Colmars-les-Alpes zu den „Plus beaux villages de France“. Stadtmauern, Türme und eine mittelalterliche Festung erzählen von seiner strategischen Rolle über die Jahrhunderte. Beim Spaziergang durch die gepflasterten Gassen entdeckt man farbenfrohe Häuser, bemalte Fensterläden und kleine Handwerksateliers – eine Einladung, lokales Kulturerbe und alpine Lebensart zu genießen.
Die Zitadelle von Sisteron erkunden
Man nennt sie das „Tor zur Provence“. Hoch über der Durance erhebt sich die Zitadelle von Sisteron, seit Jahrhunderten ein strategischer Zugang zu den Alpen. Der Aufstieg führt über eine in den Fels gehauene Treppe – 258 Stufen später öffnet sich ein Panorama aus goldenen Dächern, Kalksteinfelsen und Tälern entlang der berühmten Route Napoléon, dem historischen Weg, den der Kaiser nach seiner Rückkehr von Elba nahm und der heute zu Fuß oder zu Pferd erkundet werden kann.
In den hochgelegenen Dörfern der Côte d’Azur flanieren
Enge Gassen, gewölbte Durchgänge, hängende Gärten … Wie Adlerhorste an die Hügel des Hinterlands geschmiegt, bieten Dörfer wie Èze oder Sainte-Agnès – auf 800 Metern Höhe – spektakuläre Ausblicke auf das Mittelmeer. Noch weiter oben laden Coaraze, Peillon und Saint-Martin-Vésubie dazu ein, steinerne Waschplätze und bemalte Kapellen zu entdecken, begleitet von eindrucksvollen Blicken auf Täler und Gipfel der Südalpen. Handwerk, Geschichte und sonnige Terrassen prägen den Spaziergang, bei dem mediterraner Charme auf alpinen Geist trifft.
Sich von Gap überraschen lassen
Als Hauptstadt der Südalpen verbindet Gap kulturelles Erbe mit entspanntem Lebensgefühl. Bunte Gassen schlängeln sich zwischen pastellfarbenen Fassaden, Cafés und Handwerksläden, während die neugotische Kathedrale mit ihrer schlanken Silhouette über der Stadt thront. Auf lebhaften Märkten bestimmen Spezialitäten der Alpen und der Duft der Berge den Rhythmus des Bummels. Mit einem Fuß in der Stadt und dem anderen bereits in Richtung der Gipfel von Champsaur oder Dévoluy lädt Gap zum Entdecken ein.
Winterlandschaften
Alpen - Mont Blanc

Auf den Märkten und in den Werkstätten

In die Tourtons des Champsaur beißen
Goldbraun ausgebackene Teigtaschen mit süßer oder herzhafter Füllung – die Tourtons aus dem Champsaur-Tal zählen zu den kulinarischen Klassikern der Südalpen. Am besten schmecken sie heiß, direkt aus der Pfanne, auf den Märkten oder an den Tischen familiärer Gasthäuser. Kartoffeln, Spinat, Pflaumen oder Äpfel: Jeder Bissen erzählt vom einfachen, großzügigen Geschmack der Berge.
Eine Heidelbeertarte aus dem Dévoluy-Massiv genießen
Nach einer Wanderung gibt es kaum etwas Wohltuenderes, als in einer Berghütte Platz zu nehmen und eine Tarte mit wilden Heidelbeeren zu probieren. Unter dem goldenen Mürbeteig entfalten die süß-säuerlichen Früchte aus dem Dévoluy-Tal ihr volles Aroma – ein Konzentrat alpiner Terroirküche. Lauwarm serviert und begleitet von heißer Schokolade wird jeder Bissen zum Genuss, mit Blick auf Wiesen und umliegende Gipfel.
Seinen Gaumen in Banon verwöhnen
Berge und Käse gehören einfach zusammen! Der seit 2003 geschützte AOP-Käse Banon spiegelt perfekt sein Terroir wider – eine harmonische Verbindung aus Provence und Alpen. In getrocknete Kastanienblätter gewickelt, entfaltet dieser Ziegenkäse feine, leicht holzige und caprine Aromen. Am liebsten genießt man ihn ganz klassisch auf einer Scheibe rustikalem Brot.
Den Finger in ein Glas Honig aus den Südalpen tauchen
Lavendel, Linde, alpine Blüten – auf den Hochebenen der Südalpen finden Bienen ein wahres Paradies. Im Dévoluy oder rund um Forcalquier entsteht ein Honig mit feinen, vielschichtigen Aromen, geboren aus der Sonne der Provence und der Frische der Alpen. In den Imkereien der Region hört man das Summen der Bienen, entdeckt das Know-how der Imker … und kostet die Ernte (mit oder ohne Finger).
In Barcelonnette das Schmiedehandwerk entdecken
„Übung macht den Meister“ – in Barcelonnette, im Herzen des Ubaye-Tals, lässt sich das hautnah erleben. In den Werkstätten im Ortszentrum hallt noch heute das Schlagen des Hammers auf dem Amboss. Um dieses alpine Handwerk weiterzugeben, bieten Kunsthandwerker Einführungskurse zur Herstellung von Messern oder Schmuck an. Zwischen Feuer und Stahl wartet eine authentische Erfahrung. Danach lohnt ein Spaziergang durch die Stadt, um die ungewöhnliche Architektur der sogenannten mexikanischen Villen mit ihren schmiedeeisernen Balkonen und Art-déco-Details zu bewundern.
Ton formen in Moustiers-Sainte-Marie
Als eines der „Plus beaux villages de France“ schmiegt sich Moustiers-Sainte-Marie an den Fuß der Felsen über dem Lac de Sainte-Croix und den Gorges du Verdon. Beim Bummel durch gepflasterte Gassen entdeckt man ockerfarbene Häuser, Steintreppen und gewölbte Durchgänge – bis der Blick auf den berühmten, seit Jahrhunderten schwebenden Stern fällt. In den Keramikwerkstätten fasziniert die Präzision der Gesten: formender Ton, feine Pinselstriche in Kobaltblau – ein Know-how, das seit dem 17. Jahrhundert weitergegeben wird. Mit über 500 Exponaten rundet das Fayence-Museum den Besuch ab und erzählt die Geschichte dieser Kunst, die Moustiers weltberühmt gemacht hat.
Den Duft von Lavendel auf dem Plateau de Valensole einatmen
Unweit der Gorges du Verdon breitet sich das Plateau de Valensole mit seinen endlosen, perfekt ausgerichteten Lavendelfeldern aus – ein Mosaik aus Mauve-, Blau- und Violetttönen unter dem strahlenden Himmel der Südalpen. Im Juni und Juli liegt ein betörender Duft in der Luft, während Bienen emsig umherfliegen. Man besucht eine Destillerie, um die Gewinnung des ätherischen Öls zu erleben, oder stöbert auf Märkten zwischen duftenden Seifen und Säckchen. Im Sommer feiern die umliegenden Dörfer das „blaue Gold“ Südfrankreichs – in Valensole ebenso wie in Digne-les-Bains, wo der traditionelle Lavendelkorso seit fast einem Jahrhundert die Straßen belebt.
In den Whirlpools

In den Grands Bains du Monêtier in Serre-Chevalier entspannen
Nach einem Tag auf der Piste gibt es kaum etwas Wohltuenderes als ein Bad im warmen Thermalwasser von Monêtier-les-Bains. Im Herzen des Serre-Chevalier-Tals sprudelt die Quelle der Grands Bains mit über 44 °C aus den Tiefen des Berges. Mit Blick auf die Gletscher des Nationalparks Écrins taucht man in die Außenbecken ein, umgeben von alpinen Gipfeln. Innen sorgen Hammams, Saunen und Panoramajacuzzis für zusätzliche Entspannung. Eine wohltuende Auszeit in hochalpiner Kulisse.
Die wohltuenden Thermalquellen von Gréoux-les-Bains genießen
Nur wenige Kilometer vom Lac d’Esparron, den Gorges du Verdon und dem Plateau de Valensole entfernt, überzeugt der Kurort Gréoux-les-Bains mit seinen beruhigenden, schwefelhaltigen Thermalwassern. Zwischen Massagen und Anwendungen schlendert man durch die sonnendurchfluteten Gassen des Dorfes und atmet die Düfte der umliegenden Lavendelfelder ein. Hier treffen Entspannung, Natur und südfranzösische Lebensart aufeinander – für eine Wellnesspause mitten in den Südalpen.
Neue Energie in den Thermen von Digne-les-Bains tanken
Am Fuße der Berge gelegen, verbindet Digne-les-Bains Wohlbefinden mit frischer Bergluft. Nach einem sprudelnden Bad oder einer revitalisierenden Anwendung laden die Wege des Geologischen Naturreservats Haute-Provence zu Spaziergängen ein, wo Felsen, Fossilien und weite Ausblicke von Millionen Jahren Erdgeschichte erzählen. Wer die Auszeit in der Natur verlängern möchte, erkundet den Wald von Valbelle oder folgt dem botanischen Lehrpfad der Cordeliers, der die Vielfalt der Pflanzenwelt der Südalpen offenbart.
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Weitere Informationen :
- Die französischen Südalpen - Offizielle Website für Tourismus (engl)
Gut zu wissen
Welche sind die schönsten Dörfer und Wintersportorte der Südalpen?
Für eine Auszeit in den Bergen bieten die Südalpen eine beeindruckende Vielfalt. Wintersportorte wie Les Orres, Valberg oder das Val d’Allos verbinden alpine Authentizität mit dem Sonnenschein der Provence. Wer es ruhiger mag, wird von den kleineren Stationsdörfern mit ihrer herzlichen Atmosphäre und ihrem ursprünglichen Charme begeistert sein. La Colmiane, Chaillol oder La Lure zählen zu diesen Bergdörfern, die sich sowohl im Sommer als auch im Winter entdecken lassen. Und natürlich ist diese Auswahl längst nicht vollständig – jedes Tal birgt seine eigenen kleinen Schätze.
Urlaub in den Südalpen: Welche Orte und Landschaften sollte man gesehen haben?
Die Südalpen sind weit mehr als ihre Skigebiete. Hier entfaltet die Natur ein beeindruckendes Panorama: das tiefe Grün der Gorges du Verdon, die türkisfarbenen Spiegelungen des auf 2.200 Metern gelegenen Lac d’Allos im Mercantour-Nationalpark oder die rot leuchtenden Felsen des „Colorado niçois“ in den Schluchten des Cians. Weiter nördlich zeigt sich der Nationalpark Écrins mit Gletschern und blühenden Almen, während im Süden Hochebenen mit Olivenbäumen und Lavendelfeldern die einzigartige Verbindung von Alpen und Provence verkörpern.

Von Kévin Bonnaud







