8 Reflexe für nachhaltiges Reisen in Frankreich

Inspiration

Natur und Outdoor Aktivitäten

Jezero Lac de Saint-Georges-La-Pouge v Nové Akvitánii
© Dominic Lars Breitbarth / EyeEm / Getty Images - Jezero Lac de Saint-Georges-La-Pouge v Nové Akvitánii

Lesezeit: 0 MinVeröffentlicht am 28 April 2021, aktualisiert am 7 Juni 2024

Wenn man über seine Bedürfnisse, die Transportmittel und seinen Konsum im Urlaub wirklich nachdenkt, kann man die Auswirkungen von Reisen auf unseren Planeten ganz erheblich reduzieren. Gute Neuigkeit: Frankreich bietet, was das angeht, sehr viele Möglichkeiten! Sie finden in ganz Frankreich nachhaltige Lösungen, um in Übereinstimmung mit Ihren Überzeugungen zu reisen.

Lokale Zutaten bevorzugen

Elsässer Melone mit Senfkörnern
© Restaurant Thierry Schwartz. - Elsässer Melone mit Senfkörnern

Frankreich gilt weltweit als das Land der Gastronomie! Und das beschränkt sich nicht auf Gourmet-Restaurants: Vom Sandwich für das Lunch auf einer Parkbank bis hin zu frischem Obst findet man in Frankreich sehr einfach lokale und saisonale Erzeugnisse (den französischen Saisonkalender finden Sie hier). Es gibt unzählige kleine Erzeuger, und sogar in den Großstädten erlebt das „Locavore“-Angebot einen Boom. Sie können es sich angewöhnen, in Erzeugerläden, die es überall im Land gibt, oder auf Wochenmärkten einzukaufen; es gibt in fast jedem Dorf einen. Die Markttage finden Sie auf dieser Website. Auf den Märkten sollten Sie nach den Ständen der Erzeuger suchen, denn an anderen Ständen wird nur Ware weiterverkauft. Man findet die richtigen Stände problemlos, denn ein Erzeuger bietet nur seine Produktion und nicht Dutzende andere Produkte an! Im Supermarkt können Sie nach dem Label AB (oder Eurofeuille) Ausschau halten. Biocohérence, Nature & Progrès und Demeter sind die ökologisch verantwortlichsten Label in Frankreich; man findet sie in Bioläden.

Französische Küchenchefs, die eine grüne Gastronomie fördern 6 Tipps, um in Frankreich nachhaltig zu speisen

Saisonal speisen

Das Dorf Bormes-les-Mimosas an der Côte d'Azur
© Marina / Adobe Stock - Das Dorf Bormes-les-Mimosas an der Côte d'Azur

Die Côte d’Azur ist in allen Jahreszeiten wunderschön. Wenn man sie aber im Herbst erlebt, wenn das Licht golden ist und man die kilometerlangen Sandstrände für sich alleine hat – da ist sie einfach unvergesslich! Und warum nicht im Winter, wenn die Mimosen auf den Hügeln wie kleine Sonnen blühen? Wenn sich die Wälder im Herbst in Rot und Orange kleiden, gibt es nichts Herrlicheres als Waldspaziergänge, vom Morvan bis zum Wald von Brocéliande, von Compiègne bis zum Vercors. Wenn Sie Ende Oktober die Ohren spitzen, können Sie dort Hirsche röhren hören. Wenn im Frühjahr die Sonne schon wärmt, es aber noch nicht zu heiß ist, finden Wanderer in den Alpen ihr Glück. Und haben Sie schon daran gedacht, im Winter nach Korsika zu reisen? In dieser Jahreszeit ist das Licht dort unvergleichlich, die Sonne noch warm und das Meer silbrig. Magisch.

Verborgene Schätze entdecken

Das Château de Talcy im Loire-Tal
© JP Delagarde/CMN - Das Château de Talcy im Loire-Tal

Um Ihren Aufenthalt in Frankreich am besten zu genießen, wagen Sie sich abseits der ausgetretenen Touristenpfade an unbekanntere Orte, denn Sie finden hier wahre Schätze, die genauso schön sind wie die berühmten Highlights! Sie kennen Chambord? Entdecken Sie die unbekannteren Loire-Schlösser! Sie lieben die Dordogne? Reisen Sie zur Abwechslung einmal in die Creuse! Sie haben Bordeaux schon besichtigt? Verbringen Sie einen Tag in Bergerac! Frankreich ist ein so vielseitiges Land, jede Region ist eine Reise wert.

Achten Sie auf die Umweltschutzlabel

Wenn man seinen Frankreichurlaub plant, können einen bestimmte Label zu ökologisch verantwortlicheren Orten leiten. Für Badeorte können Sie sich am Label Pavillon Bleu orientieren, der Badeorte mit einer nachhaltigen Tourismuspolitik auszeichnet. Für Orte in den Bergen ist das Label Flocon Vert eine Referenz, denn es belohnt das soziale, kulturelle und ökologische Engagement, vor allem im Zusammenhang mit dem Ressourcenmanagement. Was Unterkünfte angeht, sollten Sie auf die Logos von La Clef Verte, Ecogîte (ein Label von Gîtes de France), Gîte Panda (ein anderes Label von Gîtes de France, in Partnerschaft mit dem World Wildlife Fund (WWF)), Green Globe und Hôtels au Naturel achten.

Eine umweltfreundliche Unterkunft

Ecolodge auf dem Wasser
© Le bruit de l'eau - Ecolodge auf dem Wasser

Abgesehen von Unterkünften mit einem Label ist es auch sonst einfach, in Frankreich eine umweltfreundliche Unterkunft zu finden. Werfen Sie einen Blick ins Internet: Unterkünfte, die auf den Umweltschutz achten, machen darauf normalerweise auf ihrer Website aufmerksam. Achten Sie auf den Stromverbrauch, die Wasserversorgung, lokale Erzeugnisse – alle diese Aspekte helfen Ihnen, die umweltfreundlichsten Strukturen ausfindig zu machen. Und vergessen Sie nicht, dass auch Ihr eigenes Verhalten Ihren Urlaub nachhaltig macht: Vermeiden Sie Verschwendung, reduzieren Sie Ihre Abfälle, vermeiden Sie Klimaanlagen und Heizung ...

Nehmen Sie sich Zeit

Zug am Massif de l'Esterel an der Côte d'Azur
© rochagneux / Adobe Stock - Zug am Massif de l'Esterel an der Côte d'Azur

Das Bahnnetz in Frankreich ist sehr gut ausgebaut. Mit den Hochgeschwindigkeitszügen (TGV), die die Großstädte miteinander verbinden, und den regionalen Schnellzügen (TER), die die Verbindung zwischen kleineren Städten herstellen, finden Sie mit Sicherheit sehr einfach Ihre ideale Reiseroute. Sie können die Fahrkarten direkt an einem Bahnhof kaufen; TGV-Fahrkarten sollte man jedoch besser reservieren. Die Fahrtzeiten finden Sie auf der Website der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Wenn Sie ein kleines Budget haben, können Sie auch mit dem Bus reisen. Falls Ihnen dies alles nicht zusagt, können Sie auch nach einer Mitfahrgelegenheit suchen. Dieses System hat sich in Frankreich sehr durchgesetzt. Man teilt die Fahrtkosten und lernt andere Menschen kennen! Die bekannteste Website ist BlaBlaCar. Frankreich bietet sich für alle umweltfreundlichen Transportmittel an: Reisen Sie mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Pferd, auf dem Eselsrücken oder mit dem Boot – es ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Naturschützer unterstützen

Parc naturel régional de Chartreuse in den französischen Alpen
© Blogtrip / Adobe Stock - Parc naturel régional de Chartreuse in den französischen Alpen

Ein Teil Frankreichs steht unter Naturschutz. Es gibt verschiedene Levels und Schutzinstanzen: Naturparks (insgesamt 11, davon 7 im Mutterland), Naturreservate (mehr als 300), regionale Naturparks (insgesamt 58) … Jedes Mal, wenn Sie auf eine Maison du Parc oder eine Maison de la Réserve stoßen, können Sie nach dem Guide Nature fragen, der Sie gerne über die Naturschätze des Gebiets informiert. Die meisten Ausflüge, die dort angeboten werden, sind kostenlos und sehr interessant. Oft kann man dort Postkarten kaufen, manchmal Bücher und Souvenirs. Das Geld ist gut investiert, denn es dient zur Finanzierung von Naturschutzprojekten! Auch Vereine leisten in Frankreich eine großartige Arbeit. Sie informieren über die Tier- und Pflanzenwelt und organisieren Ausflüge, so die französische Vogelschutz-Liga.

Packen Sie einen ökologisch verantwortlichen Koffer

Mit Rucksack und Wasserflasche in den Urlaub
© ursule / Adobe Stock - Mit Rucksack und Wasserflasche in den Urlaub

Verantwortlich Reisen, das beginnt zu Hause! Ein prall gefüllter Koffer bedeutet ein schwereres Flugzeug oder Auto, die mehr Kraftstoff verbrauchen. Vermeiden Sie auch umweltschädliche Körperpflegemittel, vor allem Duschgels und Shampoos, die das Grundwasser belasten. Wenn Sie etwas vergessen haben, gibt es viele französische Marken, die sehr umweltfreundlich sind. Unverzichtbar sind jedoch einige Dinge, die es Ihnen ermöglichen, die Natur am Ferienort zu respektieren: eine Wasserflasche, um keine Plastikflaschen kaufen zu müssen, eine kleine Thermoskanne für Tee oder Kaffee, ein Taschen-Aschenbecher für Raucher, Besteck, eine Tischdecke, eine Lunchbox, um Einmalverpackungen zu vermeiden, eine oder zwei Einkaufstaschen, um keine Plastiktüten kaufen zu müssen. Überall in Frankreich setzt sich die Null-Abfall-Kultur immer mehr durch. Man wird Sie nicht schief ansehen, wenn Sie einen Händler bitten, die Ware in einen mitgebrachten Behälter zu füllen!

Von Caroline Revol-Maurel

Als Natur-, Reise-, Rockbegeisterte Journalistin schreibe ich gleichermaßen über Bartgeier wie über Lou Reed. Oft werde ich von zwei kleinen Mädchen mit kritischem Geist begleitet.