Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um sich eine Auszeit zu gönnen und auf den Spuren der Renaissance das Loiretal zu erkunden. Auf dem Programm stehen berühmte Schlösser, regionale Spezialitäten, lokale Weine und eine entspannte Fahrt mit einem traditionellen Loire-Boot. Hier finden Sie unsere sorgfältig zusammengestellten Tipps für drei abwechslungsreiche Tage zwischen Kultur, Genuss und herbstlichen Landschaften.
Tag 1: Erste Eindrücke in Orléans, Meung-sur-Loire und Combleux
Kaum in Orléans angekommen, führt der erste Weg zum Tourismusbüro, bevor es auf Entdeckungstour durch die ehemalige Königsstadt geht. Zu unseren Favoriten zählen die hübschen Fachwerkhäuser, die Renaissancefassaden mit ihren italienischen Einflüssen, das Hôtel Groslot und die prachtvolle Kathedrale Sainte-Croix.
Zur Mittagszeit wird uns das Restaurant La Chancellerie empfohlen, das auf der Place du Martroi mit kulinarischen Genüssen lockt. Wir entscheiden uns für eine Meeresfrüchteplatte. Einfach, köstlich und genau das Richtige!
Anschließend geht es weiter zum Hafen von Combleux. Dort erwartet uns Éric von Escapades Ligériennes zu einer Fahrt mit einem traditionellen Loire-Boot. Das Wetter ist herrlich, die Temperaturen angenehm, das Wasser wiegt uns sanft hin und her. Wir genießen die Ruhe und atmen tief durch.
Zurück an Land fahren wir nach Meung-sur-Loire. Im Jardin-Arboretum d’Ilex begeben wir uns auf die Spuren der Botaniker der Renaissance. Dabei bewundern wir die leuchtenden Herbstfarben und genießen eine kleine Auszeit im Grünen.
Am Abend bleiben wir in Meung-sur-Loire und lassen uns im charmanten Restaurant „À la Maison“ nieder. Antiquitäten und moderne Elemente verleihen dem Lokal eine besonders gemütliche Atmosphäre. Auch die Gerichte überzeugen mit liebevoller Präsentation und individuellem Charakter. Besonders begeistert uns das von Hand geschnittene Tatar – eine originelle Variante des Klassikers!

Tag 2: Königliche Pracht in Chambord und Blois
Ein neuer Tag, neue Entdeckungen! Heute stehen die berühmten Schlösser des Loiretals auf dem Programm. Den Auftakt macht das Schloss Chambord, ein Meisterwerk der Renaissance und eng mit dem Namen Leonardo da Vincis verbunden. Von König Franz I. in Auftrag gegeben, zählt es zu den eindrucksvollsten Schlössern der Region. Im Inneren erwarten uns 60 Räume voller architektonischer Raffinesse und prachtvoller Details. Die berühmte doppelläufige Wendeltreppe, der Salamander als königliches Emblem an den Decken, die großzügigen Gemächer und die französischen Gärten machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Nach so vielen beeindruckenden Eindrücken führt uns der Weg nach Cour-Cheverny zum Weingut Domaine des Huards. Dort verkosten wir einige hervorragende Weine der Region, erkunden die Weinberge eines ausgesprochen sympathischen Winzerpaares und probieren regionale Spezialitäten. Besonders die Rillettes, ein würziger Fleischaufstrich, haben es uns angetan.
Am Nachmittag geht es weiter nach Blois. In der Fondation du Doute erwartet uns eine ganz andere Form von Kultur. Dieser ungewöhnliche Kunstort wurde vom bekannten Künstler Ben geprägt und widmet sich dem Alltag, dem Humor und den Ideen, die in den kleinen Dingen des Lebens stecken. Mehr als 50 zeitgenössische Künstler sind hier vertreten – ein Besuch, der sich lohnt!
Anschließend setzen wir unsere Entdeckungsreise mit einem der bedeutendsten Schlösser des Loiretals fort: dem Königsschloss von Blois. Seit 1845 steht es unter Denkmalschutz und gehört zu den wenigen Schlössern, die tatsächlich von französischen Königen und Königinnen bewohnt wurden. Besonders beeindrucken uns die 17 Räume der königlichen Gemächer und die bewegte Geschichte des Hofes, geprägt von Intrigen, Machtspielen und dramatischen Ereignissen. Stoff für eine ganze Serie!
Am Abend lassen wir die vielen Eindrücke bei einem Essen im Bistro des Hauts de Loire in Onzain Revue passieren. Das Restaurant liegt inmitten einer grünen Oase in einem wunderschönen Anwesen aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Speisekarte entdecken wir eine regionale Spezialität: Beuchelle à la Tourangelle, ein Gericht mit Kalbsnieren, das mit Sahne und Butter verfeinert wird. Ein wahrer Genuss!
Tag 3: Der krönende Abschluss in Amboise und im Château du Clos Lucé
Am letzten Tag unserer Reise stehen zwei weitere bedeutende Schlösser des Loiretals auf dem Programm: das Schloss Amboise und das Château du Clos Lucé. Wir sind gespannt!
Schon am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Amboise. Das Schloss war während der Renaissance eine Residenz der französischen Könige und ist zugleich die letzte Ruhestätte Leonardo da Vincis. Hoch über der Landschaft gelegen, die zum UNESCO-Welterbe gehört, beeindruckt es nicht nur durch seine Architektur und die herrlichen Ausblicke. Auch die Besichtigung mit dem Histopad macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Mithilfe des digitalen Tablets erkunden wir die Schlossräume und erleben dank historischer Rekonstruktionen, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte verändert haben.
Gleich gegenüber liegt das Château du Clos Lucé. Bevor wir uns dorthin aufmachen, legen wir im Restaurant Le Maître d’Art eine Mittagspause ein. Das Lokal ist für seine Quiches und sein Gebäck bekannt. Um die Aromen des Herbstes zu genießen, entscheiden wir uns für eine Quiche mit saisonalen Zutaten und Brioche perdue mit Karamell – eine köstliche Variante des französischen Klassikers, bei dem Brioche in der Pfanne goldbraun gebraten wird.
Nun ist es so weit: Der letzte Höhepunkt unserer Reise steht bevor. Wir besuchen das Château du Clos Lucé, den letzten offiziellen Wohnsitz Leonardo da Vincis. Das auf einem kleinen Hügel gelegene Anwesen begeistert mit seinem rosafarbenen Ziegelmauerwerk, dem hellen Tuffstein und seinen Ursprüngen, die bis in die gallorömische Zeit zurückreichen.
Während der Führung erfahren wir, dass Leonardo da Vinci hier zahlreiche seiner außergewöhnlichen Modelle entwickelte und an königlichen Aufträgen arbeitete. Zu seinen Projekten gehörten unter anderem die doppelläufige Wendeltreppe von Schloss Chambord sowie ein Netz aus Kanälen und Schleusen, das das Loiretal mit der Region Lyon verbinden sollte. Besonders angetan haben es uns das Malatelier und die Bibliothek mit ihren zahlreichen historischen Büchern.
Nachdem wir das Anwesen ausgiebig erkundet und die vielen Details bewundert haben, heißt es Abschied nehmen. Mit unzähligen Eindrücken im Gepäck machen wir uns langsam auf den Weg zurück zum Bahnhof von Amboise. Doch eines steht fest: Wir kommen wieder!

Von Redaktion Explore France
Die Redaktion von France.fr verfolgt die Trends und Neuigkeiten des Reiseziels, um Ihnen von einem Frankreich zu erzählen, das seine Traditionen erneuert. Geschichten und Talente, die Sie dazu bringen, unsere Gebiete zu entdecken.








