Höhlen in den Pyrenäen: 5 kühle Geheimtipps für heiße Sommertage

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Die natürliche Schönheit der Grandes Canalettes in den Pyrenäen
© Adobe Stock / steftach - Die natürliche Schönheit der Grandes Canalettes in den Pyrenäen

Lesezeit: 0 MinVeröffentlicht am 10 August 2026

Im Sommer bieten die Höhlen der Pyrenäen einen idealen Zufluchtsort, um der Hitze zu entfliehen und die faszinierende Welt unter der Erde zu entdecken. Bei angenehmen Temperaturen von etwa 12 °C beeindrucken diese außergewöhnlichen Naturstätten mit spektakulären Felsformationen und einer geheimnisvollen Atmosphäre. Wir stellen Ihnen fünf der schönsten Höhlen der Pyrenäen vor – perfekte Ausflugsziele, um die verborgenen Schätze der Natur zu erkunden.

Die Grottes des Grandes Canalettes: das „unterirdische Versailles“

Les Grandes Canalettes in den Pyrénées-Orientales
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Die als UNESCO-Welterbe klassifizierten Canalettes-Höhlen begeistern mit ihren beeindruckenden natürlichen Formationen. Nicht umsonst werden sie auch als „unterirdisches Versailles“ bezeichnet. Die Grottes des Grandes Canalettes liegen in den Pyrénées-Orientales am Fuß des Canigou-Massivs, nur 300 Meter von der mittelalterlichen Stadt Villefranche-de-Conflent entfernt.

Die Höhlen wurden 1951 zufällig von Herrn Motte entdeckt und bieten heute einen außergewöhnlichen Rundgang durch eine faszinierende unterirdische Landschaft. Besucher erwarten ein geheimnisvoller See sowie spektakuläre Stalaktiten und Stalagmiten in unterschiedlichsten Formen. Die Canalettes-Höhlen zählen zu den meistbesuchten Tropfsteinhöhlen Frankreichs.

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Les grottes de Bétharram

Die Höhlen von Bétharram in den Pyrenäen
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Die Grottes de Bétharram ermöglichen eine faszinierende Reise bis zu 80 Meter tief unter die Erdoberfläche. Die 1903 entdeckten Höhlen liegen in Saint-Pé-de-Bigorre an der Grenze zwischen den Départements Pyrénées-Atlantiques und Hautes-Pyrénées.

Der Zugang erfolgt direkt durch einen natürlichen Felsspalt am Berg. Auf fünf Ebenen können Besucher eine außergewöhnliche unterirdische Welt entdecken. Der Rundgang zu Fuß erstreckt sich über 2,8 Kilometer und führt durch verschiedene Galerien mit beeindruckenden geologischen Formationen in vielfältigen Farben und Formen.

Zu den Highlights gehören die spektakulären Tropfsteinbildungen sowie das natürliche Wasserbecken „Bassin des Naïades“ im oberen Bereich der Höhlen. Ein Teil der Besichtigung findet außerdem bei einer Bootsfahrt auf einem unterirdischen Fluss statt. Für den Rückweg zur Oberfläche sorgt schließlich eine kleine Bahn.

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Die Grottes de Gargas: prähistorische Schätze und geheimnisvolle Handabdrücke

Die prähistorischen Grotten von Gargas gehören zu den außergewöhnlichsten Höhlen Europas. Weltberühmt sind sie vor allem für ihre rätselhaften Darstellungen verstümmelter Hände – ein einzigartiges Zeugnis der Kunst unserer Vorfahren. Die Höhlen liegen im Tal der Neste in der Gemeinde Aventignan und bestehen aus zwei separaten Bereichen, die durch einen künstlichen Tunnel miteinander verbunden sind. Seit 1910 stehen sie unter Denkmalschutz und bewahren zahlreiche Spuren aus der Vorgeschichte.

Die Höhlen zeugen von der Anwesenheit des Cro-Magnon-Menschen, der hier zahlreiche Tierdarstellungen, Gravuren und abstrakte Symbole hinterlassen hat. Besonders faszinierend ist das sogenannte Heiligtum der verstümmelten Hände mit insgesamt 203 Handdarstellungen, die mehr als 25.000 Jahre alt sind. Bis heute geben diese einzigartigen Kunstwerke Forschern und Archäologen Rätsel auf. Wer noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann den Besuch im Museum Nestploria fortsetzen.

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Die Grottes de Médous: ein Naturjuwel im Herzen der Pyrenäen

In Asté im Département Hautes-Pyrénées gelegen, gehören die Grottes de Médous zu den sehenswertesten Naturstätten der Region. Die 1948 entdeckten Höhlen bestehen aus zwei unterschiedlichen Bereichen: der unteren „Galerie Sèche“ und der oberen „Galerie des Merveilles“. Dort erwartet die Besucher ein beeindruckendes Schauspiel aus außergewöhnlichen Tropfsteinformationen: filigrane natürliche Gebilde, ein versteinerter Wasserfall sowie ein unterirdischer Fluss, der vom Adour gespeist wird.

Umgeben von einer grünen Landschaft sind die Grottes de Médous im Sommer ein besonders reizvoller Ort der Ruhe und Erfrischung. Der Ort war außerdem lange Zeit ein Pilgerziel, nachdem der Legende zufolge die Jungfrau Maria hier einer jungen Hirtin namens Liloye erschienen sein soll.

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Der Gouffre d’Esparros: ein Kristallgarten unter der Erde

Im Herzen des Tals der Baronnies in den Hautes-Pyrénées liegt der Gouffre d’Esparros in 120 Metern Tiefe. Die außergewöhnliche geologische Stätte steht seit 1987 unter Naturschutz und zählt zu den schönsten unterirdischen Landschaften der Welt. Die mehr als 120 Millionen Jahre alte Höhle beeindruckt durch ihren außergewöhnlichen Reichtum an Aragonit-Kristallen, die sie wie einen echten unterirdischen Kristallgarten erscheinen lassen. Ein faszinierendes Labyrinth aus von Wasser geformten Galerien, mit einem Wald aus Stalaktiten über einem Wasserbecken.

Entdeckt wurde der Gouffre d’Esparros 1938 vom berühmten Höhlenforscher Norbert Casteret nach sieben Jahren intensiver Suche. Um die einzigartigen Kristallformationen zu bewahren, wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen und eine besonders umweltverträgliche Gestaltung der Besucherwege umgesetzt.

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Von Fatima Haim

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