Sich beim Bewundern eines Kunstwerks berühren und mitreißen lassen, einfach über die Welt um uns herum nachdenken, unsere Beziehung zu anderen Menschen und zur Natur überdenken. Überall in Frankreich werden in den großen Museen Werke internationaler Künstler ausgestellt. Von Claude Monet über Frida Kahlo und Pablo Picasso bis hin zu Marc Chagall, Daniel Buren und Toulouse-Lautrec – tauchen Sie mit unserer Auswahl der schönsten Ausstellungen in Frankreich ganz in die Welt der Kunst und Kultur ein.
Welche Ausstellungen sollte man 2026 in Frankreich besuchen?
Aktuelle Ausstellungen, die Sie nicht verpassen sollten
Endloser Sonntag: Maurizio Cattelan und die Sammlung des Centre Pompidou im Centre Pompidou-Metz
Centre Pompidou-Metz, Parvis des Droits de l'Homme, Metz, Frankreich

8. Mai 2025 – 2. Februar 2027
Zum 15-jährigen Jubiläum geht das Centre Pompidou-Metz aufs Ganze. Von selten gezeigten Werken bis hin zu Ikonen wie der Wand aus André Bretons Atelier oder Marcel Duchamps Schachtisch – die gesamte Vielfalt der Sammlung des Centre Pompidou füllt die Grande Nef und die Museumsgalerien in einem Alphabet von 27 Sektionen voller Humor, Engagement und Fantasie. Ergänzt durch die augenzwinkernden Werke von Maurizio Cattelan – von der berühmten an der Wand befestigten Banane (Comedian) bis zum riesigen Katzenskelett (Felix) – lädt die Ausstellung dazu ein, eine Welt zu entdecken, in der Kunst Gewissheiten infrage stellt und den Sonntag als Ort der Freiheit neu erfindet.
Matisse – Die Symphonie der Farben und Frida Kahlo – Mitten ins Herz in den Bassins des Lumières, Bordeaux
Bassins des Lumières, Impasse Brown de Colstoun, Bordeaux, Frankreich

Ab 7. Februar 2026
2026 laden die Bassins des Lumières dazu ein, in die Welt von Matisse einzutauchen, durch ein immersives Erlebnis, in dem Gemälde, Papierschnitte und Glasarbeiten in einem Tanz aus Licht und Farben lebendig werden. Von seinen frühen postimpressionistischen Werken über den leuchtenden Fauvismus bis hin zu den Arbeiten für die Chapelle du Rosaire in Vence entfaltet sich jeder Abschnitt seines Schaffens mit Intensität und Emotion. Die monumentalen Projektionen lassen die Kraft der Farbe spüren, die zum Ausdrucksmittel und künstlerischen Sprache wird.
Die leuchtenden Farben und intensiven Muster von Frida Kahlos Werk setzen diesen chromatischen Dialog in einer zweiten immersiven Ausstellung fort. Die zwei Fridas, Selbstporträt mit Dornenhalsband oder Die gebrochene Säule erwachen an den Wänden der Bassins zum Leben und zeigen die vielschichtige Identität und kreative Kraft der Künstlerin. Jede Projektion beleuchtet selbst die kleinsten Details, von pflanzlichen Mustern bis zu anatomischen Symbolen, und lässt die ganze Kraft ihrer Kunst spürbar werden.
„Die Comédie-Française im Louvre-Lens“ im Louvre-Lens
Musée du Louvre-Lens, Rue Paul Bert, Lens, Frankreich

14. Februar bis 7. Dezember 2026
Zum ersten Mal präsentiert das Louvre-Lens rund zwanzig Gemälde und Skulpturen, die normalerweise auf verschiedene Bereiche der Comédie-Française in Paris verteilt sind. Porträts von Sarah Bernhardt, Jeanne Samary oder Adrienne Lecouvreur – auf der Bühne oder in ihren berühmtesten Rollen – erzählen die Geschichte der „Maison de Molière“, die 1680 gegründet wurde und heute das älteste noch aktive Theaterensemble der Welt ist. In einer Szenografie, die von der Welt des Theaters inspiriert ist, lässt die Ausstellung ein wenig bekanntes Kulturerbe lebendig werden und erinnert an die grossen Persönlichkeiten, die das französische Theater geprägt haben.
Louvre-Lens - Offizielle Website (engl)
„Sea, Pop & Sun“ in der Villa Carmignac auf der Insel Porquerolles
Villa Carmignac - Fondation Carmignac, Hyères, Frankreich

25. April bis 1. November 2026
Zwischen Meer, Sonne und Popkultur lässt die Villa Carmignac die Aufbruchsstimmung der 1960er- und 1970er-Jahre wieder aufleben – eine Zeit neuer Freiheiten, wachsender Freizeitkultur und tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Mehr als 80 Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videoinstallationen vereinen bedeutende Vertreter der Pop Art wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Evelyne Axell oder Martial Raysse mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Geist bis heute weiterführen. Vor der mediterranen Kulisse von Porquerolles feiert die Ausstellung Farben, Sinnlichkeit und die Leichtigkeit des Sommers – und hinterfragt zugleich die Grenzen eines Ferienparadieses, das zunehmend vom Konsum geprägt ist.
Entdecken Sie die Villa Carmignac auf der Insel Porquerolles
„Art nouveau – Art déco. Marseille im Zentrum zweier Stilrichtungen“ im Château Borély in Marseille
Château Borély - Musée des arts décoratifs, de la faïence et de la mode de la Ville de Marseille, Avenue Clot Bey, Marseille, Frankreich

8. Mai 2026 bis 25. April 2027
Das Château Borély, in dem sich das Museum für Kunsthandwerk, Fayencen und Mode befindet, widmet sich einem bedeutenden Kapitel der Marseiller Kunstgeschichte. Hier begegnen sich die florale Eleganz des Jugendstils und die klaren Linien des Art déco. Rund 180 Werke aus renommierten französischen Museen sowie selten gezeigte Stücke aus regionalen Sammlungen machen den Reichtum eines künstlerischen Erbes sichtbar, das noch immer zu wenig bekannt ist. Die Ausstellung bietet Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt eine eindrucksvolle Reise in die kreative Blütezeit, die das Erscheinungsbild der Hafenstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat.
„Römische Kunst aus dem Louvre“ im Musée de la Romanité in Nîmes
Musée de la Romanité, Boulevard des Arènes, Nîmes, Frankreich

11. Juni 2026 bis 10. Januar 2027
Anhand einer aussergewöhnlichen Auswahl von Meisterwerken aus dem Louvre zeigt die Ausstellung, welche Rolle Bilder und Kunstobjekte im Alltag des Römischen Reiches spielten. Gladiatorenhelme, Marmorstatuen, Mosaike, Schmuckstücke und kostbares Tafelgeschirr dienten nicht nur der Dekoration, sondern auch der Verehrung der Götter, der Darstellung gesellschaftlichen Ansehens oder dem Gedenken an Verstorbene. Indem die Objekte in ihren ursprünglichen Zusammenhang gestellt werden, lädt die Ausstellung dazu ein, sie nicht nur als Museumsstücke zu betrachten, sondern als lebendige Zeugnisse römischer Kultur, Religion und Lebensweise.
„Karen Knorr zu Gast im Schloss“ im Château d’Azay-le-Rideau
Château d'Azay-le-Rideau, Rue Balzac, Azay-le-Rideau, Frankreich

13. Juni bis 1. November 2026
Das Château d’Azay-le-Rideau zeigt eine Retrospektive mit Werken aus mehr als vier Jahrzehnten der amerikanischen Fotografin Karen Knorr. Ihre Fotografien beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen historischen Orten und ihren Bewohnern – oder vielmehr ihren ungewöhnlichen Gästen. Tiger, Hirsche, Pfaue oder Affen bevölkern Museen und Schlösser und schaffen elegante, rätselhafte und oft humorvolle Bildwelten.
Ergänzend zur Ausstellung präsentiert das Château d’Oiron eine Auswahl aus Knorrs Serie Punk und eröffnet damit eine weitere Perspektive auf das facettenreiche Werk der Künstlerin.
Besuchen Sie das Schloss von Azay-le-Rideau im Loiretal
Besichtigung des Schlosses von Oiron nördlich von Poitiers
„Die Sterne neu entfachen“ an den Türmen und Stadtmauern von Aigues-Mortes in der Camargue
Remparts d'Aigues-Mortes, Logis du gouverneur, Place Anatole France, Aigues-Mortes, Frankreich

19. Juni bis 1. November 2026
Vor der eindrucksvollen Kulisse der mittelalterlichen Türme und Stadtmauern von Aigues-Mortes entfaltet die Künstlerin Sara Ouhaddou einen poetischen Rundgang mit Girlanden aus Glas, farbigen Fenstern und tierförmigen Amuletten. In Anlehnung an die Geschichte der Frauen, die einst in der Festung gefangen gehalten wurden, setzen sich ihre Werke mit unterschiedlichen Formen des Eingeschlossenseins auseinander – körperlich, gesellschaftlich oder persönlich. Gleichzeitig würdigen sie einfache Gesten des Alltags wie Schützen, Fürsorge und Erzählen, durch die Erinnerungen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Besichtigung der Türme und Stadtmauern von Aigues-Mortes in Okzitanien
„Pierre Paulin – Design neu gedacht“ im Musée Fabre in Montpellier
27. Juni bis 1. November 2026
Mit seiner ersten grossen Designausstellung widmet das Musée Fabre dem französischen Designer Pierre Paulin eine Hommage. Seine ikonischen Sitzmöbel – darunter der Mushroom Chair, der Ribbon Chair und der Tongue Chair – zählen längst zu den Klassikern des modernen Designs. Von den 1950er-Jahren bis zur Gestaltung der Innenräume des Élysée-Palasts zeichnet die Ausstellung fünf Jahrzehnte kreativer Innovation nach und zeigt, wie Paulin neue Materialien, Technologien und Lebensstile in seine Entwürfe einfliessen liess. Rekonstruierte Wohnräume, grossformatige Installationen und interaktive Stationen machen den Entstehungsprozess eines Designobjekts anschaulich – von der ersten Idee bis zur Fertigung.
„Picasso – Kunst in Bewegung“ und „Frida Kahlo – Im Herzen“ in den Carrières des Lumières in Les Baux-de-Provence
Carrières des Lumières, Route de Maillane, Les Baux-de-Provence, Frankreich

Den ganzen Sommer über: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag
Das Sommerprogramm der Carrières des Lumières entführt Besucherinnen und Besucher zunächst in die faszinierende Welt Pablo Picassos. Monumentale Projektionen und ein mitreissender Soundtrack lassen die verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers lebendig werden – von der Blauen Periode über die Pariser Cabarets bis hin zu den Demoiselles d’Avignon und Guernica. Gesichter, Farben und Formen setzen die gewaltigen Felswände eindrucksvoll in Bewegung und eröffnen einen neuen Zugang zu einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
Anschliessend übernehmen die leuchtenden Selbstporträts, floralen Motive und vom mexikanischen Volksglauben inspirierten Symbole Frida Kahlos die Bühne. Die Projektionen erzählen von ihrem Leben in der Casa Azul, ihrem schweren Unfall, ihrer Beziehung zu Diego Rivera und davon, wie sie Schmerz in kreative Kraft verwandelte. In der einzigartigen Kulisse des ehemaligen Steinbruchs verschmelzen Bilder und Musik zu einer intensiven und farbenreichen Hommage an die aussergewöhnliche Künstlerin.
„Die Idee der Himmelskörper“ im Centre de création contemporaine Olivier Debré (CCC OD) in Tours
Centre de Création Contemporaine Olivier Debré (CCC OD), parvis Jean Germain, Tours, Frankreich

10. Juli 2026 bis 3. Januar 2027
Mit Unterstützung bedeutender Leihgaben des Centre Pompidou versammelt das CCC OD acht zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, deren Werke die Forschungen Alexander Calders zu Bewegung, Gleichgewicht und Schwerkraft weiterdenken. Skulpturen, Installationen und Lichtspiele verändern sich mit jedem Schritt und eröffnen je nach Blickwinkel neue Perspektiven. Im Kirchenschiff ergänzt eine monumentale Installation von Marc Fornes diese Auseinandersetzung mit den unsichtbaren Kräften, die unsere Wahrnehmung des Raums prägen.
Zentrum für zeitgenössische Kunst „Olivier Debré“ in Tours im Loiretal der Schlösser
„Claude Monet – Das Vermächtnis seiner Gärten“ in Les Franciscaines in Deauville
Les Franciscaines, Avenue de la République, Deauville, Frankreich

11. Juli bis 1. November 2026
Anlässlich des 100. Todestages Claude Monets widmet sich diese Ausstellung im Kulturzentrum Les Franciscaines dem nachhaltigen Einfluss des Malers von Giverny auf Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt. Werke aus dem Musée d’Orsay, dem Musée Marmottan und weiteren bedeutenden Sammlungen treten in Dialog mit zeitgenössischen Arbeiten, die sich von Licht, Gärten und Farbe inspirieren lassen – von Japan über Nordafrika bis nach Europa und Nordamerika. Die Ausstellung lädt dazu ein, Monets Garten als lebendiges Kunstwerk neu zu entdecken, dessen Atmosphäre bis heute Fotografen und Kunstschaffende auf der ganzen Welt inspiriert.
„Einladung an Daniel Buren. Plantations: Arbeiten in situ, 2026 / Sammlungen“ im Musée des impressionnismes Giverny
Musée des impressionnismes Giverny, Rue Claude Monet, Giverny, Frankreich

17. Juli bis 1. November 2026
Daniel Buren gestaltet die Gärten und Ausstellungsräume des Museums mit einer eigens für Giverny entwickelten Installation. Seine charakteristischen weissen und farbigen Streifen spielen mit Licht, Perspektiven und den Bewegungen der Besucherinnen und Besucher. Die zeitgenössischen Werke treten in einen spannenden Dialog mit rund 70 Gemälden, Skulpturen, Fotografien und Kunstobjekten, darunter Arbeiten von Claude Monet, Gustave Caillebotte, Eugène Boudin und Pierre Bonnard. Ein Jahrhundert nach Monets Tod verbindet die Ausstellung Impressionismus und Gegenwartskunst rund um die Themen Farbe, Licht und Landschaft.
„Musée sentimental“ im Musée des Beaux-Arts in Lyon
Musée des Beaux-Arts de Lyon, Place des Terreaux, Lyon, Frankreich

11. September 2026 bis 14. März 2027
Die gemeinsam mit dem Centre Pompidou konzipierte Ausstellung widmet sich der Frage, wie Künstlerinnen und Künstler alltägliche Gegenstände sammeln, neu zusammensetzen und ihnen neue Geschichten verleihen. Zu den Höhepunkten zählen Le Magasin von Ben sowie die berühmte Atelierwand André Bretons, an der Masken, Steine, Wurzeln, Volkskunst und Objekte aus aller Welt eine ebenso persönliche wie faszinierende Sammlung bilden. Mit Werken von rund sechzig Kunstschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt die Ausstellung, wie selbst unscheinbare Fundstücke oder Erinnerungsobjekte zu Kunstwerken voller Emotionen und Geschichte werden können.
„Von einem Traum zum anderen“ – Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon
Musée d'Art Contemporain de Lyon (macLYON), Cité Internationale, Quai Charles de Gaulle, Lyon, Frankreich

19. September bis 13. Dezember 2026
Unter dem Titel „Passer d’un rêve à l’autre“ lässt sich die Biennale von den berühmten Traboules Lyons inspirieren – jenen historischen Durchgängen, die Häuserblocks miteinander verbinden. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, von einem Ort zum nächsten, von einer Idee zur anderen und von einer Wahrnehmung zur nächsten zu wechseln. Hauptspielorte sind unter anderem die Grandes Locos, ein ehemaliges Bahngelände, das heute als Kulturzentrum dient, das Musée des Tissus et des Arts décoratifs sowie das Musée d’art contemporain de Lyon. Mit ihren Werken setzen sich die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler mit Fragen des Produzierens, des Austauschs, der Fürsorge und neuer Formen des Zusammenlebens auseinander.
Die sehenswertesten Ausstellungen in Paris
Henri Rousseau im Musée de l'Orangerie, Auguste Renoir im Musée d'Orsay, Mickalene Thomas im Grand Palais und nicht zu vergessen Leonora Carrington im Musée du Luxembourg: entdecken Sie unsere Auswahl an Ausstellungen, die Sie in den Pariser Museen und Zentren für digitale Kunst nicht verpassen sollten.
Auf die Plätze, fertig, besuchen!
Paris


Von Redaktion France.fr








