3 neue UNESCO-Welterbestätten in Frankreich

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Der Palais des Congrès im französischen Kurort Vichy
© Cindy MICHAUD - Xavier Thomas - Ville de Vichy - Der Palais des Congrès im französischen Kurort Vichy

Lesezeit: 0 MinVeröffentlicht am 18 März 2022

Mit insgesamt 49 UNESCO-Welterbestätten gehört Frankreich zu den Ländern mit der höchsten Anzahl an Kultur- und Naturerbestätten weltweit. Im Sommer 2021 wurden drei neue Orte in Frankreich in die UNESCO-Liste aufgenommen: Nizza als Hauptstadt des Riviera-Tourismus, der Leuchtturm von Cordouan und der Kurort Vichy (zusammen mit 10 weiteren bedeutenden Kurstädten Europas). Erfahren Sie mehr über die neuen Welterbestätten Frankreichs und warum Sie diesen bei Ihrer nächsten Reise einen Besuch abstatten sollten.

Nizza - Winterkurort an der Côte d'Azur

Prachtstraße "Promenade du Paillon" in Nizza
© Ville de Nice - Prachtstraße "Promenade du Paillon" in Nizza

In Nizza entstand Ende des 18. Jahrhunderts eine neue Art der Stadtplanung, die zunächst auf den Winter- und in einem zweiten Schritt auf den Sommertourismus ausgerichtet wurde. An einem außergewöhnlichen Ort, inmitten von Meer und Gebirge, entwickelte sich aus einem bereits vorhandenen Stadtkern eine neuartige, kosmopolitische Stadt, deren Entwicklung zwischen 1760 und 1960 durch ihre Funktion als Ferienort bestimmt wurde. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte Nizzas internationaler Erfolg zur Entwicklung ähnlicher Stadtplanungsprojekte an weiteren Orten entlang der Küste, die ein vergleichbares Relief und Klima aufweisen. Nizza gilt aufgrund seines städtischen Ausmaßes und der Vielfältigkeit seines Kulturerbes als Referenzstadt der französischen Riviera. "Die Geschichte Nizzas, die sowohl tief verwurzelt als auch offen, mediterran und alpin, europäisch und weltoffen ist, hat eine einzigartige Architektur und Landschaft hervorgebracht, die ein Modell für viele andere Städte in der Welt ist", so Christian Estrosi, Bürgermeister von Nizza.

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Der Leuchtturm von Cordouan

Der beeindruckende Leuchtturm von Cordouan wacht über die Mündung der Gironde in den Atlantik
© DRAC Nouvelle Aquitaine - Der beeindruckende Leuchtturm von Cordouan wacht über die Mündung der Gironde in den Atlantik

Der Leuchtturm von Cordouan steht auf einem flachen Felsplateau vor der französischen Atlantikküste (etwa auf halber Strecke zwischen Bordeaux und La Rochelle), an der Mündung des Flusses Gironde. Er wurde 1611 in Betrieb genommen, und ist somit der dienstälteste französische Leuchtturm. 1862 wurde er bereits unter Denkmalschutz gestellt und trägt den Beinamen "Leuchtturm der Könige". Bei Ebbe lässt sich das beeindruckende Gebäude aus weißen Kalkstein sogar besuchen.

Der monumentale Turm von Cordouan ist mit Pilastern, Säulen, Konsolen und Wasserspeiern verziert und stellt die wichtigsten Phasen der architektonischen und technologischen Geschichte der Leuchttürme dar. Er wurde mit dem Ziel errichtet, die Tradition der berühmten Leuchttürme der Antike fortzuführen und die Kunst des Leuchtturmbaus in einer Periode der Entwicklung der Schifffahrt zu bezeugen, in der Leuchttürme eine wichtige Rolle als territoriale Markierungen und Sicherheitseinrichtungen spielten.

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Vichy - eine der großen Kurstädte Europas

Villenviertel im berühmten französischen Kurort Vichy
© Cindy MICHAUD - Xavier Thomas - Ville de Vichy - Villenviertel im berühmten französischen Kurort Vichy

Die Stadt Vichy gehört zu einer Gruppe von 11 Kurorten in 7 Ländern (darunter auch Baden bei Wien), die als außergewöhnliches Zeugnis der europäischen Kur- und Bäderkultur anerkannt sind, die zwischen 1700 und den 1930er Jahren ihre Blütezeit erreichte.

Bedeutende Thermal- und Mineralquellen bildeten dabei den Ursprung für die Entwicklung ganzer Orte und Städte, deren urbane Struktur vom internationalen Kur- und Badebetrieb dominiert war. Nicht nur die medizinischen Bade- und Kuranlagen selbst prägten dabei das Erscheinungsbild dieser Städte, sondern die gesamte gesundheitstouristische Infrastruktur mit Kurhotels, Park- und Sportanlagen, Promenaden, Theatern und ausgedehnten Villenvierteln. Dabei spielten die "Great Spas" eine wesentliche Rolle in der europäischen Kulturgeschichte, besonders in Bezug auf die Entwicklung der Kurmedizin und des modernen Tourismus.

Vichy ist der prestigeträchtigste und bekannteste französische Kurort. Die Stadt liegt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes etwa 150km nordwestlich von Lyon. Hier verbinden sich Prinzipien des Pariser Städtebaus mit einer Thermalpromenade innerhalb der Stadt. Napoleon III. förderte den Bau einer neuen Kurstadt mit Parks und Boulevards, einem kosmopolitischen "Petit Paris" mit großen Kurhäusern und Cafés, die durch eine große überdachte Promenade verbunden waren, einem Casino und Theater, Hotels und Villen.

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Von France.fr

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