Für ein paar Tage in der Bretagne – genauer gesagt in den Côtes-d’Armor – heißt es: Gummistiefel anziehen und raus aufs Land. Nehmen Sie sich Zeit, kommen Sie der Erde und den Menschen, die sie bewirtschaften, wieder näher. Kälbern, Kühen und Schweinen „Guten Tag“ sagen, Eier einsammeln, Pflanzen bestimmen, nachhaltige Landwirtschaft im Rhythmus der Jahreszeiten verstehen – auch das ist Bretagne.
Tag 1: Von Andel nach Plélo (41 km)
Andel, Côtes-d'Armor, Frankreich- Der Auftakt könnte idyllischer kaum sein: durch die moosgrüne Landschaft rund um die Bucht von Saint-Brieuc. Auf dem Hof von Marie-Jeanne in Andel spazieren Sie frei zwischen Ziegen, Kaninchen, Schafen, Schweinen und Eseln – sogar Pfauen und Geflügel gehören dazu. Familien bleiben hier gerne länger, getragen von der Neugier der Kinder und dem schlichten Charme des Ortes. Im Sommer dürfen die Jüngsten beim „Atelier petit fermier“ selbst in den Alltag der Landwirte hineinschnuppern. Im Dezember lädt der stimmungsvolle Bauern-Weihnachtsmarkt dazu ein, regionale Spezialitäten von rund 25 Produzenten zu entdecken.
- Bevor Sie weiterfahren, lohnt ein Abstecher in den Hofladen: Huhn, Perlhuhn, Truthahn oder Ente, Bauernkäse, Kräutertees, Cidre, Geflügelterrinen und viele weitere Köstlichkeiten. Ein Picknickkorb mit regionalen Produkten verlängert das Landleben – vielleicht bei einem bretonischen Picknick unterwegs.
- Weiter geht es nach Plélo zum „Char à bancs“, der Ferme-Auberge der drei Schwestern Lamour. Ein märchenhafter Ort, der zum Innehalten einlädt. Für zwei Nächte beziehen Sie Ihr Quartier inmitten einer 30 Hektar großen, vom Flüsschen Leff durchzogenen Talsenke – pure Ruhe, umgeben von Natur.
- Am Abend wird die berühmte bretonische „Potée“ serviert: fünf Stunden über dem Holzfeuer in einem großen Gusseisenkessel geschmort. Kohl, Kartoffeln, Lauch, Knoblauch und Kräuter aus dem Garten treffen auf Schweinefleisch vom eigenen Hof – ein herzhaftes Gericht, das (nur mit Reservierung) lange in Erinnerung bleibt. Die unabhängigen Cottages und Gästezimmer zeigen, wie stilvoll sich bretonische Landidylle anfühlen kann.
Tag 2: In Plélo und Umgebung
Plélo, Frankreich
- Sie erwachen in einem kleinen Paradies. Vielleicht spazieren Sie am Wasser entlang oder entdecken mit Benjamin die Vielfalt der Pflanzen im Garten. Wenn Ihnen nach einem Ausflug ist: Die Insel Île de Bréhat, die Abtei Abbaye de Beauport oder die Badeorte Binic und Saint-Quay-Portrieux sind nicht weit entfernt.
- Zurück auf dem Hof wartet „Hisse et Ho“: ein 1.500 m² großer Outdoor-Abenteuerbereich mit Seilrutschen und einer spektakulären Rutsche – ideal für Groß und Klein. Oder Sie gönnen sich eine Auszeit im Panorama-Sauna mit Blick ins Grüne.
- Abends stehen zeitlose Klassiker auf dem Tisch: herzhafte Buchweizengalettes und süße Crêpes – einfache Genüsse, die immer glücklich machen.
Tag 3: Von Plélo nach Pont-Melvez über Lantic (50 Km)
Lantic, Frankreich- Nach dem Frühstück verabschieden Sie sich von der Familie Lamour und fahren nach Lantic zur Ferme de Sous la Ville. Zwischen Land und Meer führt Michèle Mellin hier einen Hof mit Rindern, Schweinen und Geflügel. Bei einer Führung – allein oder in der Gruppe – entdecken Sie Felder und Weiden und erfahren mehr über Leidenschaft, Weitergabe von Wissen und Verantwortung. Im Sommer sorgt ein großes Maislabyrinth für Begeisterung bei Kindern – und erinnert spielerisch daran, wie sehr Landwirtschaft von den Jahreszeiten abhängt.
- Zum Mittagessen bietet sich ein Picknick an. Oder Sie fahren zehn Minuten nach Plourhan ins „Rolland“, ein Bistro in einer liebevoll restaurierten Mühle, geführt von zwei Brüdern – mit Meeresprodukten und Gemüse aus eigenem Anbau.
- Am Nachmittag geht es weiter zum Domaine du Jardin Mod Kozh. Die herzlichen Landwirte Gwendoline und Jimmy laden in ihre pädagogische Farm ein. Mit Begeisterung erklärt Gwendoline die Herstellung des hauseigenen Honigs – von den Bienenstöcken bis ins Glas.
- Übernachtet wird in einem charmanten Ferienhaus mit Spa. Finnisches Bad, Obstbäume, Blick auf die Tiere – Abschalten gelingt hier ganz von selbst.
Tag 4 : Pont-Melvez
Pont-Melvez, Frankreich
- Am Morgen begrüßen Sie neugierige Ziegen – ein Vergnügen für Kinder wie Erwachsene. Der Vormittag gehört dem Gemüsegarten mit seiner beeindruckenden Vielfalt alter Tomatensorten.
- Am Nachmittag locken Ausflüge nach Paimpol oder Perros-Guirec, bevor Sie noch einmal zur Ruhe ins Domaine zurückkehren.
- Hier endet Ihre Reise. Vielleicht verlassen Sie die Bretagne mit einem wehmütigen Blick zurück – aber mit einem Korb voller Honig, Konfitüren, eingelegtem Gemüse und hausgemachten Saucen. Und mit dem Gefühl, der Natur und ihren Menschen ein Stück nähergekommen zu sein.
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Weitere Informationen :
- Bretagne Reisen - Offizielle Website für Tourismus
Tipps & Ratschläge
Auf dieser Tour von Bauernhof zu Bauernhof können Sie sich Zeit nehmen und die Menschen kennenlernen, die uns ernähren. Zögern Sie nicht, den Landwirten Fragen zu stellen, sich für ihren Beruf, die Erde und die Tiere zu interessieren. Nutzen Sie diesen Ausflug, um den Menschen in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig wieder eine Verbindung zur Natur aufzubauen.

Von Redaktion France.fr








