Die Inseln von Guadeloupe laden zu einer echten Sinnesreise ein. Zwischen fangfrischen Meeresprodukten, liebevoll zubereiteten Kuchen, weichen Fladenbroten, herzhaften Gemüsesuppen und exotischen lokalen Erzeugnissen wird der Archipel zu einem Fest der Düfte, Farben und Aromen. Bereit für eine kulinarische Einstimmung?
Die Krabbe – eine Institution

Morne-à-l’Eau auf der Insel Grande-Terre trägt mit Stolz den Titel „Hauptstadt der Krabbe“. Das schmackhafte Krustentier ist hier fest in der lokalen Identität verankert – ebenso wie der berühmte Friedhof der Gemeinde. Ein idealer Ort, um während des Osterwochenendes beim traditionellen Krabbenfest tief in die kreolische Küche einzutauchen. Auf dem Programm stehen:
- Verkostungen zahlreicher Krabbengerichte: gefüllt, in Sauce, als Matété, Calalou oder Dombrés
- Originelle Wettbewerbe: die schönsten Krabben, die schnellsten Krabben oder die besten Krabbenrezepte
- Die Aufwertung regionaler landwirtschaftlicher Produkte wie Yams, Taro, Süßkartoffel oder Christophine
- Sensibilisierung für Umweltschutz und den Erhalt der Mangroven – dem natürlichen Lebensraum der Krabben
Kassav – Maniok in all seinen Formen

Maniok, eine Knolle mit zartem Fruchtfleisch, wird vor allem auf Basse-Terre angebaut und gehört zu den beliebtesten Grundnahrungsmitteln der Guadeloupeaner.
Bei einem Strandspaziergang entdeckt man Kassav fast überall: an kleinen Verkaufsständen oder in Foodtrucks, wo die Verkäuferinnen ihre Spezialitäten gerne probieren lassen. Ob als gefülltes Fladenbrot mit Wurst oder Fruchtmarmelade, als Mehl zu roten Bohnen mit Avocadoscheiben – erlaubt ist, was schmeckt.
Für eine genussvolle Führung empfiehlt sich ein Besuch bei Germaine in Capesterre-Belle-Eau. Weitere gute Adressen findet man im ganzen Archipel, vor allem auf den lebhaften Nachtmärkten, wo die Geheimnisse der Herstellung ganz selbstverständlich geteilt werden.
Bébélé – eine kulinarische Tradition aus Marie-Galante
Bébélé ist eine typische Spezialität von Marie-Galante, der ursprünglichsten Insel Guadeloupes. Dieses herzhafte Gericht findet man zwar auch vereinzelt in Restaurants des Archipels, doch am authentischsten ist es direkt vor Ort.
Es wäre undenkbar, die „Insel der hundert Mühlen“ zu verlassen, ohne diese kräftige Suppe aus lokalen Gemüsesorten, Rinderkutteln, Schweineschwänzen und geräuchertem Speck probiert zu haben.
Das überlieferte kulinarische Know-how macht Bébélé bis heute zum Stolz der Bewohner und zieht Feinschmecker aus aller Welt an. Ob im renommierten Restaurant oder in einer kleinen Blechhütte im Inselinneren – dieses würzige, farbenfrohe Gericht, gerne begleitet von einem Punch oder einem „Ti sec“ (Rum, Limette, Zucker), begeistert Augen und Gaumen gleichermaßen.
Cashew-Apfel von La Désirade

Der Cashew-Apfel von La Désirade ist ein saftiger, leicht an Pflaumen erinnernder Fruchtgenuss, den Jung und Alt lieben. In Zuckerrohrsirup kandiert, ist er die Spezialität der Insel, auf der er reichlich wächst. Einmal probiert, möchte man ihn nicht mehr missen – ob als Punch, Likör oder ganz selbstverständlich zum Mittag- oder Abendessen in einem Restaurant am Meer oder bei Einheimischen. Besonders verführerisch: Cashew-Gebäck oder Sorbet bei „Paniers Saveurs“, bei Madame Berchel.
Tourment d’amour – die süße Versuchung von Les Saintes
Der Tourment d’amour stammt ursprünglich aus den Küchen der Fischerfrauen von Les Saintes. Nach einem anstrengenden Tag auf See sollte dieses kleine Küchlein Trost spenden.
Gefüllt mit Biskuit und Früchten der Saison wie Kokos, Guave oder Banane, ist es heute ein absolutes Muss für alle Inselbesucher. Am besten direkt nach der Ankunft am Hafen kaufen – bei den lächelnden Verkäuferinnen mit ihren farbenfrohen traditionellen Hüten.
Ein nationales Gütesiegel für herausragende Köche

Gut essen, um besser zu leben – in Guadeloupe ist das mehr als nur ein Motto. Frische Produkte, kreative Küche und Respekt vor dem Terroir stehen im Mittelpunkt, wie es die Maîtres Restaurateurs des Archipels eindrucksvoll zeigen. Ein Besuch bei einem dieser Küchenchefs genügt, um die Grundlagen der kreolischen Küche kennenzulernen – authentisch, innovativ und für alle zugänglich.
Auswahl emblematischer Maîtres Restaurateurs :
- Arnaud Bloquel – ORCHIDEA, Saint-François
- Sylvain Denfert – LE JARDIN DE PAMPLEMOUSSE, Baie-Mahault
- Jimmy Bibrac – Ô Z’EPICES, Bouillante
- Fred Hatil – CAPRICES DES ÎLES, Baillif
- Philippe Dade – TI KAZ’ LA, Terre-de-Haut
- Rudy Nainan – LE COLOMBO, Saint-François
- Janique Finette – BLACK PEARL, Saint-François
- Marius Phéron – KAPOK Sucré Salé, Les Abymes
Kakao aus Guadeloupe

Auf Basse-Terre verbergen sich zahlreiche Schätze – Museen, Ökomuseen und Freizeitparks. Doch besonders begehrt ist die Kakaoschote, aus der die köstliche heiße Schokolade entsteht.
In La Maison du Cacao erleben Besucher eine spielerische Entdeckungsreise durch Botanik und Geschichte des Kakaos, mitten in traditionellen Plantagen. Neben hausgemachten Produkten bieten auch andere Chocolatiers Workshops an – ideal, um den Herstellungsprozess kennenzulernen oder süße Souvenirs mit nach Hause zu nehmen.
Unbedingt probieren :
- Les Suprêmes mit Maniok-Note
- Les Chocolats de Naomie Martino mit Aromen von Mango, Guave, Passionsfrucht, Ananas oder Chili
Craft Beer auf karibische Art
Lust auf eine Erfrischung? Kein Problem, auf dem Archipel der Guadeloupe-Inseln ist alles möglich! Obwohl die lokalen Getränke Rum und Liköre aus Zuckerrohr sind, kann man auch handwerkliche Brauereien besuchen. Freuen Sie sich darauf, während Ihres gesamten Aufenthalts unter strahlender Sonne die besten lokalen Biere zu probieren.
An vier unverzichtbaren Adressen können Sie die Biere von Guadeloupe ebenso genießen wie belgische Biere. Bernsteinfarben, blond, weiß, braun oder mit Kaffee-, Schokoladen-, Zitrus- oder Koriandergeschmack – es ist für jeden Geschmack etwas dabei... Les Brasseurs de Guadeloupe-Gwada Beer, Lekouz Bière, Les Bières de la Lézarde, La Brasserie Artisanale de Deshaies Karett... Möchten Sie die Geheimnisse der Herstellung eines guten handwerklich gebrauten Bieres entdecken?
Kaffee aus Guadeloupe

Der 100 % Arabica-Kaffee aus Guadeloupe ist ein hochwertiges Produkt mit langer Tradition. Seit seiner Einführung im Jahr 1721 durch Gabriel de Clieu ist Kaffee aus dem Alltag der Inseln nicht mehr wegzudenken. Ob zum Frühstück, nach dem Essen oder in geselliger Runde – er verbindet Menschen und inspiriert. Das lokale Know-how verleiht ihm den Charakter eines Café Bonifieur, der national wie international geschätzt wird. Wer mehr über den Kaffeeanbau erfahren möchte, kann mehrere Referenzorte besuchen: das Kaffeemuseum, die Plantage Vanibel, Café Chaulet in Vieux-Habitants oder die Habitation Domaine de la Grivelière.

Von Redaktion France.fr







