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Musikalisches Mosaik
Wenn man an wie französische Musik denkt, fallen sofort große Namen von Chanson-Sängern und -Sängerinnen, wie zum Beispiel Edith Piaf, ein. Allerdings verdankt das heutige Musikangebot sein Bestehen nicht nur der musikalischen Vergangenheit Frankreichs. Die Dynamik der französischen Musikszene beruht auf zahlreichen, verschiedenen Facetten, die von klassischen bis hin zu zeitgenössischen Einflüssen reichen. Hierzu zählen beispielsweise auch das Werk des Komponisten und Orchesterleiters Pierre Boulez, die Akteure der elektronischen Musikszene, zu denen das bekannte DJ-Duo „Daft Punk“ oder auch die Gruppe „Air“ zählen.
Les Indes Galantes, Jean-Philippe Rameau, 1735 : Die vierteilige Ballettoper umfasst vier galante Geschichten, die jeweils in einem anderen Land stattfinden und exotische Züge aufweisen. Türken, Inkas, Perser und aus Amerika stammende Inder spielen bei diesen unbeschwerten Intrigen mit typischen Tanzszenen, bei denen die Liebe stets gewinnt, die Hauptrolle. © RMN-Grand Palais (château de Versailles)
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Carmen, Georges Bizet, 1875 : Diese Komische Oper beruht auf einer Novelle des weltweit bekannten Schriftstellers Prosper Mérimée, die insbesondere durch das Lied „L'amour est enfant de bohème qui n'a jamais connu de loi“ bekannt wurde. In einer der Passagen wird die Hauptperson, eine heißblütige Zigeunerin, die lieber sterben als ihre Freiheit verlieren will, perfekt beschrieben. © RMN-Grand Palais (domaine de Compiègne)
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La Mer, Charles Trenet, 1946 : Dieser Titel wurde während des 2. Weltkrieges von Trenet geschrieben. Dieser zögerte zunächst, als es um die Aufführung dieses Titels ging. Diese Chanson erlebte jedoch umgehend einen riesigen Erfolg. Zu dieser Zeit unternahm der Sänger gerade eine Weltreise, die ihn insbesondere durch die USA, wo er sich für eine lange Tournee aufhielt, führte. Dies ist einer der Gründe für den internationalen Erfolg von „La Mer“. © AFP
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La vie en rose, Edith Piaf, 1947 : Kaum einer weiß, dass die unvergessliche Edith Piaf mit ihrem einzigartigen Timbre nicht nur Sängerin, sondern auch Autorin und Komponistin war. Das allseits bekannte Liebeslied „La vie en rose“ ist eines der Werke dieses Allround-Talentes. Sie präsentierte es zum ersten Mal, als sie sich gerade in den USA aufhielt. Diese Chanson wurde mit der Zeit zum einem Klassiker, der bereits unzählige Male von anderen Künstlern interpretiert worden ist. © AFP
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La Bohème, Charles Aznavour, 1965 : Als der französische Sänger armenischer Herkunft diesen Titel schrieb, war es bereits 40 Jahre alt und blickte auf eine ansehnliche Karriere als Sänger und Schauspieler zurück. Dieses Lied erinnert mit seinen nostalgischen Zügen an eine vergangene, arme und sorglose Jugendzeit, die sich im Pariser Künstlerviertel „Montmartre“ abspielte. © Photo12
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Comme d'habitude, Claude François, 1967 : Claude François, hat dieses Lied in französischer und italienischer Sprache aufgezeichnet, als er gerade unter schrecklichem Liebeskummer litt. Dieser Titel traf sehr schnell auch jenseits des Atlantiks auf Gefallen und wurde von Paul Anka in englischer Sprache umgeschrieben und später von Franck Sinatra unter dem Titel „My Way“ präsentiert. Zu den weiteren, eindrucksvollen Interpretationen dieses Liedes zählt beispielsweise auch die Version von Elvis Presley. © AFP
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Les Copains d'abord, Georges Brassens, 1964 : Eines der bekanntesten Lieder von Georges Brassens, das ursprünglich für den Vorspann des Films „Les Copains“ von Yves Robert, einer Komödie, bei der eine Freundesbande die Hauptrolle spielt, komponiert wurde. Tatsächlich handelt der Text, in dem der Autor mit Fingerspitzengefühl von Brüderlichkeit spricht und diese ehrt, von Freundschaft. © AFP
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Mon Légionnaire, Serge Gainsbourg, 1987 : Dieser Titel wurde von Serge Gainsbourg interpretiert, stammte jedoch nicht aus dessen eigener Feder, was für diesen Künstler eigentlich eher eine Seltenheit war. Nach den Interpretationen verschiedener Künstler, zu denen auch Edith Piaf, die berühmteste Sängerin dieses Liedes, zählte, nahm Gainsbourg diesen Titel auf, veränderte hierbei den musikalischen Hintergrund und verlieh ihm eine resolut zeitgenössische Note. Seine Version bildete eher einen Sprachgesang, der Text blieb jedoch unverändert, und der ursprüngliche Frauengesang wirkte auf die Zuhörer leicht verwirrend. © AFP
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L'aigle noir, Barbara, 1970 : Dieser intensiv-dramatische Spitzenerfolg von Barbara wurde damals aus dem gleichnamigen Album ausgekoppelt. Die einzigartige Stimme dieser Sängerin berichtet von der Erscheinung eines fantastischen, aus der nicht mehr wiederkehrenden Kindheit stammenden Tieres. Dieses crescendoartig komponierte, sehr nostalgische Lied zieht die Zuhörer mit seiner Spannung in den Bann. © AFP
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Libertine, Mylène Farmer, 1986 : Dieses Stück zählt zu den größten Erfolgen von Mylène Farmer und wurde aus dem ersten Album dieser bekannten Sängerin ausgekoppelt. Der Titel ist genauso provokant wie der dazugehörige Videoclip, in dem die Sängerin ganz ungehemmt nackt auftritt. Dieser Videoclip wurde wie ein richtiger Kurzfilm konzipiert und handelt von Liebschaften und Intrigen zur Zeit der Monarchie. © AFP
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Corsica, Petru Guelfucci, 1991 : Eine wunderschöne Liebeserklärung an die sogenannte Insel der Schönheit. Ein Werk einer der größten und schönsten Stimmen, mit einem emotionsreichen, musikalischen Hintergrund. Als eifriger Verfechter des Kulturerbes von Korsika und insbesondere der korsischen Polyphonien gelang es Petru Guelfucci, dieses wunderschöne Lied in Frankreich wie auch über die französischen Landesgrenzen hinaus bekannt werden zu lassen. © AFP
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If I ever feel better, Phoenix, 2000 : Diesem aus ihrem ersten Album ausgekoppelten Lied verdankt die vierköpfige Gruppe ihren rasanten, internationalen Erfolg. Die starken Rhythmen und Einflüssen der elektronischen Musik unterliegenden Popmelodien untermalen recht finstere, englische Songtexte. Dieses Lied ist für Phoenix immer noch einen Hit, obwohl die Gruppe bereits 4 Alben veröffentlich hat. © AFP
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One more time, Daft Punk, 2001 : Dieser Titel erlangte wie zahlreiche, andere Lieder von Daft Punk in Frankreich wie auch über die französischen Landesgrenzen hinaus einen sehr großen Erfolg. Die zweiköpfige Elektroband Daft Punk wurde Anfang der 90er Jahre gegründet. Die beiden Musiker zeigen sich allerdings nur sehr ungern in der Öffentlichkeit und treten in der Regel mit Helmen auf, die ihr gesamtes Gesicht abdecken. © AFP
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La Valse d'Amélie, Yann Tiersen, 2001 : Yann Tiersen wurde durch den Film „Le Fabuleux destin d'Amélie Poulain“ bekannt. Dank der Originalausgabe dieses Film wurde Yann Tiersen sogar mit dem Musikpreis „Victoire de la musique“ ausgezeichnet. Das melancholisch angehauchte und ein bisschen freakig wirkende Lied „La Valse d'Amélie“ umfasst sehr schöne Akkordeonpassagen, die perfekt zu dem in dem Film anzutreffenden, typischen Montmartre-Ambiente passen. © AFP
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Dans 150 ans, Raphaël, 2005 : Dieses Lied stammt aus dem Album „Caravane“, einem französischen Verkaufsschlager, der 2005 veröffentlicht wurde. Für dieses Album wurde Raphaël mit drei Musikpreisen „Victoires de la musique“ ausgezeichnet. Der Sänger präsentiert Lieder, die vor für ihn typischen, romantisch angehauchten und leicht chaotischen Hintergrund spielen und von Themen handeln, bei denen Alltagsgeschehen und die vergehende Zeit aufeinander treffen. © AFP
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Les piqûres d'araignées, Vincent Delerme, 2006 : Dieses Lied trägt den gleichen Titel wie das dritte Album von Vincent Delerme und weist den typischen Stil dieses Sängers auf. Ein poetisches Lied mit tiefsinnigen Texten, die sich auf die Realität und das Alltagsleben beziehen sowie ein ausreichendes Maß an Humor enthalten, um den Zuhörern die angeschnittenen Themen perfekt präsentieren zu können. © AFP
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We are your friends, Justice, 2006 : Bei diesem Lied handelt es sich um einen Remix von „Never be alone“ der englischen Gruppe „Simian“. Der erste Erfolg von Justice umfasst auch einen höchst interessanten und ungewöhnlichen Videoclip, bei dem eine Gruppe nach einem Fest inmitten einer Möbelpyramide aufwacht, die kurz danach in sich zusammenbricht. © AFP
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When love takes over, David Guetta, 2009 : Der bekannte französische DJ wurde für diesen Titel mit einem Grammy Award ausgezeichnet und erlangte als Musiker weltweiten Ruhm, nachdem er zunächst die Pariser Dancefloors in den 90er Jahren anheizte. Dieser Titel wurde aus dem Album „One Love“ ausgekoppelt und wird von der amerikanischen Sängerin Kelly Rowland interpretiert, die diesem Lied mit dem sinnlichen Timbre und den typischen RnB-Akzenten ihrer Stimme seinen besonderen Charme verleiht. © AFP
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