Allez au contenu Allez à la navigation Allez à la recherche Change language
Le Voyage à Nantes, vom 15. Juni 2012 bis 19. August 2012
„Le Monte-meubles - l'ultime déménagement“ (Der Möbelaufzug - der ultimative Umzug), ein Werk des argentinischen Künstlers Leandro Erlich, das im Rahmen der Voyage à Nantes gezeigt wird. © Frank Perry – AFP
Nantes, die kreative Metropole des Westens Frankreichs hat es geschafft, sich einen eigenen Platz in der Stadtplanung und der zeitgenössischen Kunst zu schaffen. Illustriert wird dies in diesem Sommer vom 15. Juni bis 19. August durch die Veranstaltung Voyage à Nantes, einem künstlerischen Rundgang, der Tag und Nacht von der Insel bis zur Flussmündung, von der mittelalterlichen bis zur historischen Altstadt Brücken schlägt und Überraschungen in der Nantaiser Metropole bereithält.
Die alte Hafenstadt Nantes mit ihrem maritimen Reiseflair wird oft von den Ranglisten der Magazine für ihre Lebensqualität hervorgehoben und nimmt auch im Bereich der Stadtplanung und zeitgenössischen Kunst eine Spitzenstellung ein!
Die Ile de Nantes, eine durch die Loire vom historischen Stadtkern getrennte Flussinsel, ist der symbolische Ort dieser dauerhaften neuen Blüte. Am Flussufer, zwischen Restaurants, Bars, Diskotheken und Kultur- oder Begegnungsstätten, bietet sie einen sehr originellen Rundwanderweg zwischen den berühmten Maschinentieren der Insel, - unter ihnen der berüchtigte Elefant - die in den alten Werfthallen untergebracht sind und in regelmäßigen Abständen die Stadt, die riesigen Bananenhallen oder die berühmten Ringe des Künstlers Buren, die entlang des Flusses aufgestellt sind, animieren.
Das Meereswelten-Karussell
In diesem Jahr wird zum Anlass des Feuerwerks vom 14. Juli das ganz neue „Meereswelten-Karussell“ gefeiert, ein unglaubliches, gigantisches Karussell (25 Meter hoch, 20 Meter Durchmesser), das fortan das Nantaiser Stadtbild prägen wird und wie eine „dem Meer geweihte Skulptur“ oder „eine Reise in die Meereswelten auf drei Ebenen“ umschrieben wird... Es wurde von der La Compagnie La Machine geschaffen und wird den ganzen Sommer über durch besondere Scheinwerfereffekte ins richtige Licht gesetzt. Um das Karussell herum belebt sich der „Werftpark“ im Rahmen einer Sonderprogrammierung mit dem Titel Zur Somerzeit.
Entdecken Sie in unmittelbarer Nähe, um das ruhmreiche und moderne Manny Gebäude herum, ein seltsames Illusionsspiel der Künstlerin Angela Bulloch, mit Fußgängerübergängen und gelben, blinkenden Kugeln. Das Gebäude wird durch die Zickzacklinien und Effekte, die bis in das Innere des Gebäudes dringen und ihre Wirkung zeigen, vollständig aus seinem Gleichgewicht gebracht wird.
Wenn Sie etwas weiter schlendern und vor der neuen Hochschule für Architektur der Stadt Nantes inne halten, die im Februar 2009 eingeweiht wurde, müssen Sie sich unbedingt eine seltsame, blaue Skulptur mit dem Namen l'Absence ansehen. Diese „bewegliche und lebendige Masse mit unzähligen Knollen“ offenbart ihre Eingeweide dem Publikum. Im Inneren der Hochschule für Architektur zeigt die Ausstellung „Futurologia“ die Arbeit von fünf bedeutenden russischen Künstlern.
Stadtrundgang, Parcours im Flussmündungsbereich, Rundgang durchs Zentrum...
Auch über die Stadtgrenzen von Nantes hinaus bietet die Loire-Mündung einen beeindruckenden Rundgang außerhalb des Zentrums, der bereits bis Saint-Nazaire durch symbolische (und oft dauerhaft gewordene) Werke abgesteckt ist, wie das Maison dans la Loire, das dieses Jahr restauriert wurde oder die Dreiecks-Suite von Felice Varini, die sich scheinhaft der Hallen und Silos von Saint-Nazaire bemächtigt. Der Neuzugang und Star der Voyage à Nantes 2012, die Seeschlange des Chinesen Huang Yong Ping, steht im Wattenmeer in Saint-Brévin-les-Pins, auf der Grenze zwischen Fluss und Meer und enthüllt dort fortan ihr Skelett im Rhythmus der Gezeiten.
Bleiben wir im Flussmündungsgebiet, dessen schöne Vegetation zum Anlass der Voyage à Nantes ebenfalls das Naturkundemuseum durchdringt. Versäumen Sie nicht, den Quai de la Fosse und sein am Loire-Ufer gelegenes Mémorial de l'Abolition de l'Esclavage (Memorial zum Gedenken an die Abschaffung der Sklaverei) mit neuen Augen zu sehen. Ein nachdenklicher Rundgang über die Abschaffung der Sklaverei endet in einem unterirdischen Durchgang, der an die Schiffsräume der Sklavenschiffe erinnert…
Pommeraye, Graslin-Oper, Lieu unique…
Diesen Sommer bestimmen die zeitgenössische Kunst und eine Welt der Entdeckungen die Insel und Flussmündung und weiten sich auf die gesamte Stadt aus!
Die Voyage à Nantes ist die ideale Gelegenheit, um Sackgassen, Gässchen, Plätze und Bauwerke unter einem neuen Blickwinkel zu sehen. In der historischen Altstadt wird der Balkon des Hôtel Pommeray von schemenhaften Formen und mystischen Flüssen eingenommen. Im Stadtviertel befinden sich zahlreiche Anspielungen des großen Cineasten Jacques Demy, wie die zum Mythos gewordene Treppe seiner Lola (Anouk Aimée), die von den Studenten der Fachhochschule für Architektur und seiner Frau Agnès Varda, die einige Kurzfilme präsentiert, vollkommen umgestaltet wurde. Oder aber gehen Sie im Kulissenlabyrinth der Graslin-Oper - ein Meisterwerk des Neoklassizismus (1788) - auf und ab und entdecken Sie mit ganz neuen Augen die Säle, die dem Publikum in einer Sonderöffnung gezeigt werden.
Ziel dieser Veranstaltung ist eine Wiederentdeckung der Stadt und zu diesem Zweck wurden zahlreiche Architekten in das Lieu Unique eingeladen, einem Kulturzentrum in der ehemaligen Keksfabrik Lefèvre-Utile, das mit dem Label Nationalbühne ausgezeichnet wurde. An dieser Stelle (und an mehreren Standpunkten der Stadt) haben junge Architektenteams originelle und umfunktionierte Spielplätze eingerichtet. Den Springbrunnen des Place Royale, der in den Mont Royal(e) umgewandelt wurde - eine große Kletterwand unter freiem Himmel in den Formen des Berges Gerbier-de-Jonc, der Quelle der Loire- haben wir diesen jungen Talenten zu verdanken!
Château des ducs de Bretagne - Schloss der Herzöge der Bretagne
Im Herzen des mittelalterlichen Stadtviertels gelegen, beherbergt das Château des ducs de Bretagne das Historische Museum der Stadt. Zwischen dem 15. Juni und 1. Juli wird der Schlosshof mit dem neuen Schauspiel der Theatergruppe Royal de Luxe der Rue Nantaise jeden Abend zum Schauplatz der Eroberung des Westens... Besuchen Sie auch die Ausstellung zum dem Thema der Austria, deren Geschichte und Untergang 1858 seltsam dem Schicksal der Titanic gleicht.
Der Tour Bretagne
Ein beeindruckender Aussichtspunkt mit einem Blickwinkel von 360° auf Nantes bietet sich von der 32. Etage des Tour Bretagne (eingeweiht im Jahr 1976, 144 m hoch). Er wurde von dem Künstler Jean Jullien neu eingerichtet, der aus diesem Aussichtsturm das Nest Le Nid geschaffen hat, „ein Zufluchtsort für einen riesigen weißen Vogel, der in gemächlicher Ruhe über die Stadt wacht“. „Sein Körper dient als Bar und hier und da verwandeln sich gewaltige Eierschalen in Tische und Stühle...“












