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Frankreich

Institutionen und werte

Finden Sie alle wichtigen und zusammengefassten Informationen aus der Identitäts-Datei von Frankreich über seine Attraktivität und die Verbreitung der französischen Kultur.

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Präsentation

Hauptstadt

Paris

Bedeutende Städte

Bordeaux, Lille, Lyon, Marseille, Nizza, Nantes, Straßburg, Toulon, Toulouse

Sprache

Französisch

Staatsform

Republik

Staatspräsident

François Hollande

Flagge

Drei Längsstreifen in Blau, Weiß, Rot

Nationalhymne

La Marseillaise

Wahlspruch

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Fläche

632.834 km2, davon 551.695 kmim europäischen Kernland

Bevölkerung

65.586.000 Einwohner im Jahr 2013

Währung

Euro

BIP

1.907,2 Mrd. Euro (Platz 5 weltweit)

30 451,4 € / Einw

.

Geografie

Geographie

Frankreich ist das größte Land der Europäischen Union und besticht durch eine große Vielfalt unterschiedlicher Landschaften. Das Kernland liegt im äußersten Westen Europas und besitzt eine rund 5.500 km lange Küstenlinie, die im Norden an die Nordsee und den Ärmelkanal, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Süden an das Mittelmeer grenzt. Entlang der Küste befinden sich mehrere Inseln; die bedeutendste, Korsika, liegt im Mittelmeer.

Die wichtigsten Gebirgszüge findet man im Osten und im Süden, während sich die vier großen Flussläufe über das ganze Land verteilen: die Seine im Norden, die Loire und die Garonne im Westen und die Rhône zwischen der Schweiz und dem Mittelmeer.

Das französische Staatsgebiet grenzt im Norden an Belgien und Luxemburg, im Osten an Deutschland, die Schweiz und Italien und im Süden an Spanien.

Zu Frankreich gehören auch mehrere Überseegebiete, darunter unzählige Inseln.

Neben dem europäischen Mutterland nimmt das französische Staatsgebiet eine mehr als 120.000 km² große Fläche in Übersee ein. Es umfasst Guadeloupe, Martinique, St. Pierre-und-Miquelon, Saint Martin und Saint Barthelemy vor der Küste Nordamerikas, Französisch-Polynesien, Neukaledonien, Wallis und Futuna und Clipperton im Pazifischen Ozean, sowie La Reunion, Mayotte, die Îles Éparses, die Crozet-Inseln, der Kerguelen-Archipel und die Inselgruppe St. Paul-und-Amsterdam im Indischen Ozean. Französisch-Guayana wiederum befindet sich in Südamerika, Adélieland in der Antarktis.

Geschichte

Geschichte

Julius Caesar besetzt im ersten Jahrhundert v. Chr. einen großen Teil des heutigen Staatsgebiets, das zur damaligen Zeit Gallien genannt wurde und hauptsächlich von keltischen Stämmen besiedelt war. Am Ende waren es jedoch die Franken, die dem durch sie im 5. Jahrhundert eroberten Land ihren Namen gaben. Nach dem Rückzug der Römer gründet Chlodwig I. ein neues Reich und beendet damit das gallo-römische Zeitalter. Aber erst im 9. Jahrhundert, im Zuge des Vertrags, mit dem Karl der Große das Frankenreich aufteilt, folgt die Geburtsstunde des heutigen Frankreich. Bereits der karolingische König Karl der Kahle versuchte ein Reich zu gründen, doch war es am Ende Hugo Capet, der ab dem 10. Jahrhundert einen Dynastiewechsel verbunden mit einer Stärkung der königlichen Macht etablieren konnte.

Zahlreiche Monarchen führten Kriege und Schlachten, um die zentrale Machtposition und die Grenzen des französischen Königreichs zu festigen. Berühmte Vertreter der Dynastie der Kapetinger waren Philipp II. August und Ludwig IX. der Heilige. Das 14. und ein Großteil des 15. Jahrhunderts waren von Kämpfen wie dem Hundertjährigen Krieg, großen Epidemien und sozialen Unruhen gekennzeichnet.

Die Krönung von Franz I. im Jahr 1515 und der damit verbundene Beginn der Renaissance in Frankreich setzen einen endgültigen Schlussstrich unter diese unruhige Zeit. Die Autorität der Monarchie, die während der Religionskriege zwischen 1562 und 1598 ins Wanken geriet, wird unter Ludwig XIII. und insbesondere unter Ludwig XIV, der den Absolutismus propagierte, wiederhergestellt. Diese Dynastie wird durch die Revolution von 1789, die das Ende der Herrschaft Ludwigs XVI. und die Ausrufung der Ersten Republik im Jahre 1792 auslöst, in die Knie gezwungen. Das von Napoleon 1804 begründete Kaiserreich wurde nach seinem Untergang im Jahre 1815 von einem Zeitalter abgelöst, in dem abwechselnd Versuche zur Wiedereinführung der Monarchie und Revolutionen kurz aufeinander folgten. Das Ende des Zweiten Kaiserreichs im Jahre 1870 besiegelt schließlich die endgültige Wiedereinführung der Republik.

Im 20. Jahrhundert folgten in kurzem Abstand die beiden Weltkriege, in denen viele Gefallene zu beklagen waren. Aus dem ersten Weltkrieg, 1914 bis 1918, ging Frankreich zwar als Siegernation hervor, aber das Land selbst lag in Schutt und Asche. Der Zweite Weltkrieg, 1939 bis 1945, markiert ein dunkles Kapitel in der französischen Geschichte: die Zusammenarbeit der damaligen Regierung mit Nazi-Deutschland. Der im Dunstkreis von General de Gaulle initiierte Widerstand trug zur Entstehung einer neuen politischen Klasse bei, die den Wiederaufbau des Landes unter der Vierten Republik vorantrieb.

Bis in die 1960er Jahre ist die französische Geschichte durch Unabhängigkeits- und Kolonialkriege geprägt. Der Algerien-Krieg besiegelt das Ende einer dem Niedergang geweihten Republik. 1958 wird mit Hilfe einer neuen Verfassung die Fünfte Republik gegründet.

Bevölkerung und Gesellschaft

Politische Organisation

Die Verfassung der Fünften Republik, die am 4. Oktober 1958 verabschiedet wurde, erklärt Frankreich zu einer „unteilbaren, laizistischen, demokratischen und sozialen Republik“.

Der französische Staatspräsident (frz. Président de la République) wird für fünf Jahre in allgemeiner, direkter Wahl gewählt. Er ernennt den Premierminister und, auf dessen Empfehlung, die Mitglieder der Regierung.

Der französische Staatspräsident hat den Vorsitz im Ministerrat, verkündet Gesetze und ist oberster Befehlshaber der Streitkräfte.

Der Premierminister führt die Regierungsgeschäfte, d.h. er bestimmt und lenkt die politische Ausrichtung des Landes. Es muss sich vor beiden Vertretungen des Parlaments verantworten:

 

  • Nationalversammlung: 577 Abgeordnete in allgemeiner unmittelbarer Wahl für fünf Jahre gewählt.
  • Senat: 348 Senatoren in allgemeiner indirekter Wahl für sechs Jahre gewählt.

 

Die Nationalversammlung und der Senat kontrollieren die Regierung, erarbeiten und verabschieden Gesetze. Im Falle von Uneinigkeit, hat die Nationalversammlung die endgültige Entscheidungsbefugnis.

Verwaltungsgliederung

Das französische Kernland ist in Gebietskörperschaften unterteilt, deren Mitglieder in allgemeiner unmittelbarer Wahl gewählt werden: Gemeinden, Departements und Regionen. Jede Gebietskörperschaft ist für die festgelegten Zuständigkeitsbereiche der entsprechenden Ebene verantwortlich. Die französischen Überseegebiete haben variable Verwaltungsformen.

Einige besitzen sowohl den Status eines Départements als auch einer Region wie Guadeloupe, Martinique, Guyana und Mayotte. Andere haben den Status eines Überseegebietes, wobei Kompetenzen und Grad der Autonomie variieren.

Kulturerbe

Kulturelles Erbe

Das kulturelle Erbe Frankreichs ist aus einer geschichtsträchtigen Vergangenheit und der Leidenschaft der Franzosen für die Kunst hervorgegangen. Etwa 750 Kulturgüter zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Historische Bauwerke, ob religiöser, ziviler, militärischer oder industrieller Herkunft, nehmen dabei eine besondere Bedeutung ein.

In den Museen des Landes findet man beispiellose Sammlungen von weltweiter kunsthistorischer Bedeutung, wie den Louvre oder die Vertreter der berühmten französischen Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Frankreich ist darüber hinaus die Heimat großer Schriftsteller und Komponisten und es ist nach wie vor eine bedeutende Filmnation, die zahlreiche berühmte und international preisgekrönte Regisseure, Schauspieler und Schauspielerinnen hervorgebracht hat.

Wirtschaft

Wirtschaft

Die französische Wirtschaft als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt ist aktuell in hohem Maße auf den Dienstleistungssektor ausgerichtet, in dem fast 70% der Arbeitskräfte beschäftigt sind.

Dank eines dynamischen Agrarsektors ist Frankreich der größte landwirtschaftliche Erzeuger innerhalb der Europäischen Union. Eine besondere Stellung kommt dabei dem Weinanbau zu: Frankreich ist weltweit der größte Produzent von Weinen und Spirituosen.

Besonders leistungsfähig präsentiert sich der Industriesektor in den Branchen Agrarwirtschaft, Automobil, Hoch- und Tiefbau, Chemie, Bahn, Luft- und Raumfahrt, Energie sowie Pharma und Kosmetik. Der Transportsektor profitiert von einem gut ausgebauten Straßen- und Schienennetz.

Die neuen Technologien spielen eine wichtige Rolle beim Ausbau entwicklungsträchtiger Branchen, wobei sie dabei auf eine Vielzahl von großen Unternehmen und einem dichten Netz von KMU unterstützt werden.

Frankreich ist auch bekannt für seine Luxusgüter- und Tourismusindustrie: Es ist das beliebteste Reiseland bei Touristen aus aller Welt.

Transport

Transport und Verkehr

Frankreich verfügt über ein flächendeckendes Straßen- und Schienennetz.

Das (über 10.000 km lange) französische Autobahnnetz verläuft von Nord nach Süd und von Ost nach West.

Das sekundäre Straßennetz erstreckt sich bis in die kleinsten Gemeinden.

Das Eisenbahnnetz besteht aus einer Hochgeschwindigkeitsstrecke (TGV), die an die größten französischen und europäischen Städte angebunden ist, sowie einem Nahverkehrsnetz, das alle wichtigen Städte und kleineren Orte bedient.

Die Luftfahrtgesellschaften fliegen alle großen französischen Städte an; Paris besitzt einen der größten internationalen Flughäfen.

Der öffentliche Personennahverkehr ist sehr gut ausgebaut. In den Großstädten übernehmen U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse die Beförderung innerhalb einem weiten Umkreis außerhalb der Stadtzentren.

In kleineren Städten oder auf dem Land sichern örtliche Busverbindungen oder Bahnbusse die Anbindung der meisten französischen Gemeinden.

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