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  • Rouget de Lisle

    Rouget de Lisle

    © RMN-Grand Palais (Château de Versailles) / Gérard Blot

  • La marche des Marseillais

    La marche des Marseillais

    © RMN-Grand Palais / Agence Bulloz

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Der in Lons-le-Saunier geborene Offizier und Komponist Claude Rouget de Lisle ist Urheber der Marseillaise, die allerdings nicht in Marseille sondern in Straßburg komponiert wurde. Der ab 1791 in Straßburg in Garnision liegende Pionierhauptmann schreibt im April des folgenden Jahres nach der Erklärung des Krieges gegen Österreich auf Wunsch des Straßburger Bürgermeisters Baron Dietrich die Verse und die Melodie eines Kriegsliedes der französischen Rheinarmee ("Chant de guerre pour l'armée du Rhin"). Dieses Lied wird dann am 30. Juli 1792 von den aus Marseille stammenden Freiwilligen bei ihrer Ankunft in Paris gesungen, worauf es den Titel Marseillaise erhält und weltbekannt wird.

Das Lied, das zu einem Zeitpunkt komponiert wurde, als der Geist der Revolution mit der Liebe zum gekränkten Vaterland verschmilzt, wird dann am 14. Juli 1795 offiziell zur Nationalhymne erhoben. Unter dem Empire und der Restauration wird es dann verboten, bevor es bei den Revolutionen von 1830 und 1848 wieder auftaucht und 1879 unter der III. Republik erneut zur Nationalhymne erklärt wird.

Die Geschichte der zahlreichen Varianten und Orchesterversionen der Marseillaise ist kompliziert. 1830 bearbeitet sie Hector Berlioz in einer Version für Chöre und Orchester und 1848 in einer weiteren Version für Solotenor, Chor und Klavier. Über der Partitur schreibt er: "Für alle, die ein Herz, eine Stimme und Blut in den Adern haben."

Rouget de Lisle verfasst außerdem: Hymne dithyrambique sur la conjuration de Robespierre (1794), den Chant des vengeances (1798), den Chant des combats pour l'armée d'Égypte (1800) und die Melodie der Cinquante chants français (1825).