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  • Suzanne Lenglen

    Suzanne Lenglen

    Nicht datiertes Porträt von Suzanne Lenglen. © Staff / AFP

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    Suzanne Lenglen

    Zu Beginn der Zwanziger Jahre revolutioniert sie auch die Kleiderordnung, da sie, um besser spielen zu können, kürzere Röcke trägt. © AFP

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Im Alter von elf Jahren beginnt Suzanne Lenglen mit dem Tennisspiel, als ihr ihr Vater einen Schläger schenkt, damit sie auf dem familieneigenen Sandplatz in Marest-sur-Matz, einem kleinen Ort im Departement Oise, in der Nähe von Compiègne, spielen kann. Die von ihrem Vater trainierte und dann im Tennisclub von Nizza spielende Lenglen erreicht 1914 im Alter von fünfzehn Jahren das Finale der Französischen Meisterschaften (Roland-Garros) und gewinnt die Sandplatz-Meisterschaften von Saint-Cloud. Ihre Karriere wird jedoch zunächst durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen.

Im Jahre 1919 wird die dann zwanzigjährige Suzanne Lenglen im Finale von Wimbledon wiederentdeckt, wo sie vor den Augen von King George V und Queen Mary spielt. Zur allgemeinen Überraschung gewinnt sie das Match und kann von dem Moment an bis 1926 einen Sieg nach dem anderen erringen und zudem sechsmal die French Open im Einzel gewinnen.

Die Legende ist geboren. Denn abgesehen von ihrem Erfolg wird der Lenglen-Stil auch durch die anmutige Spielweise und die Geschwindigkeit bekannt. Zu Beginn der Zwanziger Jahre revolutioniert sie auch die Kleiderordnung, da sie, um besser spielen zu können, kürzere Röcke trägt. Dabei wird sie zur Muse von Jean Patou, der für sie den knielangen Seidenrock und das berühmte Tüllband kreiert.

In sieben Jahren gewinnt sie 241 Turniere, darunter 81 im Einzel, drei Olympiamedaillen (darunter zweimal Gold) und kann auf eine Serie von 171 aufeinanderfolgenden Siegen zurückblicken. Nach dem Ende ihrer beruflichen Laufbahn im Jahre 1926 eröffnet sie 1927 eine Tennisschule, bevor sie im Alter von 39 Jahren an einer rasant verlaufenden Leukämie stirbt.