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  • François Mitterrand

    François Mitterrand

    © AFP

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  • François Mitterrand

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  • François Mitterrand und Margaret Thatcher

    François Mitterrand und Margaret Thatcher

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  • François Mitterrand und Helmut Kohl

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François Mitterrand, französischer Staatspräsident von1981 bis 1995, war der Hoffnungsträger einer Linken, die seit 1957 nicht mehr an der Macht gewesen war.

Der in Jarnac geborene Mitterrand wuchs in einer katholischen, konservativen Familie auf und hatte in Paris gerade sein Studium abgeschlossen, als er zum Militärdienst einberufen wurde (1939). Nach einer Verwundung geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft und wurde in Deutschland zur Zwangsarbeit eingesetzt. 1941 gelang ihm die Flucht. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich war er in Vichy tätig und knüpfte gleichzeitig erste Kontakte zum Widerstand, dem er sich 1943 endgültig anschloss. 1944 Generalsekretär für Kriegsgefangene und Deportierte, 1946 Abgeordneter des Départements Nièvre, hatte er in den ersten zehn Jahren der Vierten Französischen Republik mehrere Ministerposten inne und unterstützte den Kriegseintritt in Algerien.

1958 verurteilte er den „Staatsstreich", der General de Gaulle an die Macht gebracht hatte. Als Kandidat der Linken trat er bei den ersten, unter allgemeinem Wahlrecht stattfindenden Präsidentschaftswahlen von 1965 gegen den Helden des französischen Widerstands an und erhielt bei der Stichwahl 45 % der Stimmen. Nach dem Rücktritt des Generals und dem Fiasko der Linken bei den Präsidentschaftswahlen von 1969 wurde er beim Gründungsparteitag von Épinay zum Vorsitzenden der sozialistischen Partei 1971 gewählt.

Nachdem er die Mehrheit bei den Präsidentschaftswahlen 1974 nur knapp verfehlt hatte, wurde er 1981 zum französischen Staatspräsidenten gewählt und 1988 wiedergewählt. Zwei Amtszeiten, die insbesondere durch die Abschaffung der Todesstrafe und die Modernisierung des Strafgesetzbuches geprägt waren. Auf die zwischen 1981 und 1982 umgesetzten Verstaatlichungen und sozialen Maßnahmen folgte ab 1983 eine Sparpolitik. Mitterrand war als erster französischer Staatspräsident von 1986-1988 und erneut von 1993-1995 mit einer Kohabitations-Regierung mit dem gegenseitigen politischen Lager konfrontiert. Während seiner zweiten Amtszeit trug er maßgeblich zu einer Liberalisierung des Landes bei. Eine entscheidende Rolle spielte er ebenfalls in der europäischen Einigung. Zu den Spuren, die er im architektonisch-kulturellen Bereich hinterließ, zählen die Grande Arche im Stadtteil La Défense, der Ausbau des Louvre sowie die nach ihm benannte Bibliothèque Nationale de France. Das Ende seiner zweiten Amtszeit stand nicht zuletzt im Zeichen der Krankheit, an der er nur kurze Zeit nach seinem Rückzug aus der Politik starb.