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  • François Hollande

    François Hollande

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Der in Rouen als Sohn einer Sozialarbeiterin und eines Arztes geborene François Hollande lässt sich bereits auf dem Gymnasium für die Ideen der Linken gewinnen. Nach einem Diplomabschluss in Rechtswissenschaften wird er beim Institut d'Etudes Politiques (Überbegriff für mehrere Politikhochschulen in Frankreich) und der Wirtschaftsuniversität Ecole de Hautes Etudes Commerciales, HEC aufgenommen, wo er 1974 den Vorsitz des Unterstützungsausschusses des sozialistischen Kandidaten Mitterrand übernimmt. Er steigt daraufhin auf die renommierte französische Verwaltungshochschule Ecole nationale d'administration (Ena) um, die für die Ausbildung der höheren französischen Beamten zuständig ist. Dort lernt er Ségolène Royal, die zukünftige Mutter seiner vier Kinder kennen.

Er tritt 1979 der Sozialistischen Partei (PS) bei. Jacques Attali, Berater François Mitterrands, wird auf ihn aufmerksam und somit beginnt er, für Mitterrand Wirtschaftsnotizen zu verfassen. Er schließt 1980 als Promotionssiebter die Ena ab und wird 1981 nach dem Sieg von François Mitterrand Sonderbeauftragter im Elysee-Palast, wird jedoch bei den Parlamentswahlen im Wahlkreis Ussel in der Corrèze von Jacques Chirac geschlagen. 1983 wird er zum Staatssekretär des Regierungssprechers befördert.

Nach der Wiederwahl von François Mitterrand im Jahr 1988 wird er endlich zum Abgeordneten von Tulle, in der Corrèze gewählt. Er verliert jedoch 1993 sein Mandat. Im Rahmen der erneuten Machtübernahme der Linken im Jahr 1997 wird er Nationalsekretär der PS in Wirtschaftsfragen, bekommt seinen Abgeordnetensitz zurück und wird Nachfolger vom Ministerpräsidenten Lionel Jospin, als Parteivorsitzender der PS. Im Jahr 2001 bekommt er den Bürgermeisterposten von Tulle und wird 2002 trotz der Niederlage der Linken bei den Präsidentschaftswahlen erneut zum Abgeordneten gewählt.

Nach der Niederlage von Ségolène Royal bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2007 wird der noch immer Abgeordnete François Hollande zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Corrèze (20. März 2008) gewählt und legt das Amt des Parteivorsitzenden der PS nieder. Am 22. Oktober 2011 wird er als Kandidat der Sozialistischen Partei und der linksradikalen Gruppierungen für die Präsidentschaftswahl 2012 aufgestellt.

Am 6. Mai 2012 wird François Hollande zum siebten Staatspräsidenten der V. Republik gewählt und gewinnt die Wahlen gegen den ausscheidenden Präsidenten Nicolas Sarkozy. Er ist der zweite sozialistische Präsident der V. Republik nach François Mitterrand (1981 – 1995).