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  • Aimé Césaire

    Aimé Césaire

    © AFP

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"Ich stamme von Martinique, ich bin Afrikaner, aber ich bin vor allem ein Mensch, ein Mensch, der vor allem die Vollendung der Menschlichkeit im Menschen will" - so definierte sich Aimé Césaire. Er stammte aus einer großen Familie aus Basse Pointe, war ein brillanter Schüler des Lycée Schœlcher in Fort-de-France und kam 1931 an das renommierte Pariser Lycée Louis-Le-Grand, wo er Léopold Sédar Senghor und seinen Freund Léon Gontran Damas aus Ghana kennenlernte. In der soeben erst von ihnen gegründeten Zeitschrift L'Étudiant noir (Der schwarze Student, 1934) entwickelten sie die Idee der "Négritude". 1935 wurde Malraux an der Elitehochschule Ecole Normale Supérieure aufgenommen. Sein bedeutendstes dichterisches Werk, die Notizen einer Rückkehr in die Heimat (1939), die erst nach Kriegsende veröffentlicht wurden, schrieb er in dieser Zeit in einem Schulheft auf. 

Von Martinique mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Suzanne Roussi nach Paris zurückgekehrt, gründete er im Jahre 1941 die Zeitschrift Tropiques, die 1943 der Zensur durch das Vichy-Regime zum Opfer fiel.  Bei einer Stippvisite verfasste André Breton 1941 auf Martinique das Vorwort zu dem Sammelband Die wunderbaren Waffen, die den Übergang des Dichters zum Surrealismus markierten (1946). Césaire war Kommunist und Bürgermeister von Fort-de-France im Jahre 1945, Abgeordneter im Jahre 1946, und gründete die Zeitschrift bzw. den späteren Verlag Présence africaine (Afrikanische Präsenz), wo er seine Rede über den Kolonialismus  veröffentlichte (1953). Nach seinem Brief an Maurice Thorez, der seinen Bruch mit der kommunistischen Partei vollendete, gründete er im März 1958 den Parti Progressiste Martiniquais. Neben seiner politischen Betätigung (48 Jahre als Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, 56 Jahre Bürgermeister von Fort de France) schrieb Aimé Césaire über vierzehn Werke, Gedichtsammlungen, Theaterstücke und Essays.

Aimé Césaire