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43. Rencontres d'Arles, vom 2. Juli bis 23. September 2012
Die Ausstellung des französischen Fotografen Jean-Christophe Bechet, Juli 2012 © Gérard Julien – AFP
Die im Jahre 1982 gegründete École Nationale Supérieure de Photographie (ENSP) feiert ihr dreißigjähriges Bestehen. Eine ursprünglich zu den großen Projekten des Staatspräsidenten (Umbau des großen Louvre, der Bastille-Oper, der Grande Bibliothèque de France, von Bercy und dem Arche de la Défense) zählende Fotoschule konnte somit ins Leben gerufen werden. Diese Ausgabe 2012 der Rencontres ist nur ihr gewidmet.
Eine französische Schule
In den vergangenen dreißig Jahren wurden bereits 640 Studenten aus aller Herren Länder an dieser Fotohochschule ausgebildet. Was ist aus ihnen geworden? Durch eine besonders vielseitige Programmierung rücken die Rencontres die unzähligen Talente ins Licht, die von der „Arler-Schule“ ausgebildet wurden und privilegieren wie immer die individuellen Ausstellungen, die den Parcours von ungefähr dreißig Fotografen aufzeigen. Die ENSP hat übrigens nie versucht, die Studenten in eine vorgefertigte Form zu pressen und den Stil der Dozenten aufzuzwingen. „Das Ergebnis ist ein Feuerwerk an Stilen und Talenten auf Seiten der Fotografen sowie reale und stimulierende Ansichten von Seiten derer, die dem Ausstellungskomitee beigetreten sind“, erläutert uns François Hébel, Direktor der Rencontres d'Arles. Und schließt im Folgenden ab: „Es existiert sehr wohl eine französische Schule, sie ist vielseitig, intensiv, fröhlich und gut ausgebildet.“
Vielschichtigkeit
Dieses Jahr wurden zur Feier der französischen Fotoschule ganz besonders die Direktoren der bedeutendsten internationalen Fotoschulen mit einbezogen sowie ihre fünfzehn, aus der ganzen Welt eingeladenen Fotografen, indem einem von ihnen, wie jedes Jahr, der Prix Découverte verliehen wird. Diese Ausgabe 2012 hat ebenfalls drei ausländische Künstler eingebunden, die sich für Frankreich entschieden haben: Josef Koudelka, Amos Gitaï und Klavdij Sluban.
Der Bücherpreis 2012: eine Hommage an Contrejour
Der Autoren- und Historienbuchpreis wird dieses Jahr von einer Hommage an das Verlagshaus Contrejour begleitet, das in Montparnasse, um den Fotografen Claudi Nori herum, untergebracht ist und in den Jahren 1970-1980 als wahre Drehscheibe der französischen Fotografie fungierte.










