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Titanic, 100 Jahre danach
Plakat der Ausstellung "Titanic, 100 Jahre danach"
Ein Jahrhundert nach dem Untergang der Titanic präsentiert das Musée des lettres et manuscrits in Paris eine Ausstellung über das berühmte Passagierschiff. Unter den ausgestellten Dokumenten befindet sich das Manuskript von Helen Churchill Candee, der amerikanischen Schriftstellerin, die dem Unglück entkommen ist und James Cameron zu seiner Filmfigur Rose inspirierte.
Vom 12. April bis 29. August 2012
Musée des lettres et manuscrits, Paris
In der Nacht vom 14. auf den 15. April geht die Titanic, ein gigantisches britisches Passagierschiff, das als unsinkbar galt, bei ihrer Jungfernfahrt in den atlantischen Gewässern unter. Von den 2200 Passagieren an Bord sollten 1500 nie wieder das Festland betreten.
Unter den Überlebenden befindet sich die amerikanische Schriftstellerin Helen Churchill Candee (1858-1949), die durch den berühmten Film von James Cameron unter dem Namen Rose (Kate Winslet) verewigt wurde. In ihrem Manuskript berichtet sie auf 36 Seiten von der Reise und dem entsetzlichen Schiffbruch.
Auszug:
"(...) so werden wir abgetrieben und betrachten entgeistert das große leuchtende Schiff. Ich nehme nichts anderes wahr als seine gewaltige Größe, seine Schönheit und die immer kleiner werdenden erleuchteten Bullaugenreihen. Das beschädigte Wrack ist nunmehr im Wasser verschwunden.
Nur ein Teil des Hecks ragt noch aus dem Wasser, und auf diesem reduzierten Raum kauert, den Tod mit dem Mut der Verzweiflung und einer Ruhe erwartend, die sie in den beiden letzten Stunden bewahrt haben, eine Gruppe von zusammengepferchten Passagieren."
Letzter Brief eines Schiffbrüchigen
Die Ausstellung zeigt mehrere Dokumente, die direkt mit dem Untergang der Titanic in Zusammenhang stehen. Neben dem Notizheft von Helen Churchill Candee ist die Titelseite einer amerikanischen Zeitung zu sehen, die über die Katastrophe berichtet, und auf der das Foto eines Rettungsbootes zu sehen ist. Ausgestellt ist auch der Brief eines irländischen Ingenieurs an seine Schwägerin einige Tage vor dem Schiffbruch, indem er die gewaltige Größe der Titanic und die Qualität ihrer Ausstattung rühmt. Insgesamt sind im Musée des lettres et manuscrits in Paris bis zum 29. August 2012 etwa zwanzig Dokumente und Manuskripte zu dem berühmten Schiff zu sehen.










